Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
62
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62für die Freiheit, für den väterlichen Heerd, für ihre Wei-ber, ihre Kinder und ihre Greise kämpfen. Jeder von unssey Soldat; und wenn er die Ehre haben soll, für dasVaterland zu sterben, so möge jeder von uns, ehe er denGeist aufgiebt, sein Andenken durch den Tod eines Skla-ven oder eines Tyrannen verherrlichen!Mag wird in der vorstehenden Bittschrift den Aus-druck bemerkt haben: Die Nation kann kein Zu-trauen zu dem jetzt regierenden Hause hegen.Das hieß mit andern Worten: Orleans kann und sollder Nachfolger Ludwig 16. werden. Kein Mitglied er-hob die Stimme, weder für noch gegen. Die Bittschriftwurde an den Ausschuß verwiesen, welchen man niedergesetzthatte, um sich, wie man es ausdrückte, mit dem Heilund der Wohlfahrt des Volkes zu beschäftigen.War es dem gesetzgebenden Körper nicht möglich, denAusbruch des 10. Augusts zu verhindern, so hätte er sichdoch zum Herrn und Meister dieser Bewegung machen kön-nen. Sie kam ihm ja gar nicht unvermuthet! Und wiemanches Leben wäre dadurch gerettet worden! Viele von denSchlachtopfern jenes Tages verdienten ein besseres Schicksal.Einige wenige Vorsichtsanstalten wären nöthig gewesen, undder mörderische Kampf hätte sich in eine feierliche Bürger-handlung verwandelt.Die Jakobiner dürfteren nach Rache; die Orlean'scheFaktion athmete nichts als Aufruhr; die Barfuͤßer, vonDanton, Marat, Collot=d'Herbois und andernin Flammen gesetzt, wünschten nur Lärm', um Gelegenheitzu irgend einer bedeutenden Rolle zu finden; Brissot,Pekion und Vereinigud waren um nichts ruhiger; iedervon ihnen hatte seine besonderen Absichten. Bleß die Masseder Bürger war lauter und rein.