Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
18
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13nach Avignon zurück. Von diesem Augenblick an, war dieMunizipalität, oder besser der provisorische Rath, weiternichts, als ein blindes Werkzeug in den Händen dieserWüteriche. Eine große Menge Bürger war, unter dennichtigsten Verwänden, gefänglich eingezogen worden; derWeg Rechtens würde sie dem Blutdurst ihrer Henker ent-rissen haben: ihre Ermordung ward beschlossen.Der Befehl wegen Abnehmung der Glocken wurde, inzahllosen überall angehefteten Zetteln, unter den schwär-zesten und gehässigsten Farben dargestellt. Einige Kistenmit Silberwerk, welche die Munizipalität von Avignon aufdem Leihhause nieder gesetzt hatte, wurden öffentlich vonda weggeholt. Es waren die heiligen Gefäße der Kathedral-kirche. Damit den Feinden der Vereinigung doch ja nichtszu einem glücklichen Erfolge fehlte, nahm man sogar zu ei-nem Bilde der H. Jungfrau seine Zuflucht. Es soll beidem Anblick jener Entweihungen plötzlich roth gewordenseyn!Den 17. Okt. 1791 begibt sich das, auf alle Weisegereißte und im höchsten Grade erbitterte Volk nach derBarfüßer Kirche; die Weiber der Bauern und Handwer-ker strömen in großer Menge dort zusammen. Man be-schwert sich über die ungeheuern Verschwendungen des zeit-herigen Raths; man fordert ihn auf, Rechenschaft abzule-gen. Lescuyer, Secretär der Municipalität, wird aufder Straße aufgegriffen und in die Versammlung gebracht.Man vernimmt ihn; er scheint in seinen Antworten verle-gen. Der wüthende Haufe fällt über ihn her, tödtet ihn,ruft Viktoria! und läuft davon.Die Truppen, welche Jourdan befehligte, schienengerade einen solchen Auftritt erwartet zu haben; jetzt