Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
269
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269von Chambery ein, von denen kein einziger bewaffnet ist.Ein allgemeiner Schrei des Entsetzens, des Schreckens.Man läuft in die Kirchen, um die Sturmglocken anzuziehn;aber für alles war im Voraus gesorgt worden. Sämmt-liche Posten sind stark besetzt. Die Linientruppen konntenmit aller Bequemlichkeit morden; Männer, Weiber undKinder fielen unter ihren Waffen. Mehr als sechszig Per-sonen kamen in dieser Menschenschlachterei um ihr Leben:drei Weiber und ein Kind sind unter dieser Zahl.Uns genügt es, die Thatsache aufgezeichnet zu haben;gefühlvolle Herzen mögen selbst den Kommentar dazumachen.Mordthat, von dem Volke zu Douai began-gen, am 16. und 17. März 1791.So wohl in diesem Werke, als auch schon früher in un-serem Journal der Revolutionen haben wir zu wie-derholten malen Gelegenheit gehabt, vor einem Verdam-mungsurtheil gegen das Volk zu warnen. Es ist nicht zuleugnen; das Volk machte sich großer Ausschweifungenschuldig; aber eben so wahr ist es, daß in jedem Zeitpunktder Staatsumwälzung sich ausgelernte Bösewichte fanden,die recht eigentlich darauf sannen, das leichtgläubige Volkirre zu leiten und zu verführen.Denone, einer von den Urhebern des Blutbades zuNancy, kommandirte zu Douai. Seit einigen Tagen be-günstigte er absichtlich das Nachlassen der MannszuchtMan vertheilte Geld unter die Soldaten; und diese kamenfast gar nicht aus den Wirthshäusern.