262Ereigniß auf dem Schlosse Clarac, im Mon.Jan. 1791.In diesem Schloß, zu dem Departement des Let gehö-tig, wurden seit einiger Zeit häufige Zusammenkünfte desAdels gehalten. Die benachbarten Gemeinden waren des-halb nicht frei von Besorgnissen. Eine Patrouille von Na-tionalgarden stößt bei einer Streife auf zwei Männer, dieeinige Reitpferde in Bereitschaft halten. Man fragt sie ab;ihre Antworten sind widersprechend; sie scheinen verdächtig.Man nimmt sie in Verhaft. Ihre Herrn wundern sich überihr langes Ausbleiben weit über die bestimmte Zeit. Sietreten aus dem Schlosse; es kommt zu einer Erklärungzwischen ihnen und der Patrouille; die letztere wird gröblichbeleidigt.Den andern Morgen schickt die Munizipalität von Bu-zen ein Detaschement von fünf und zwanzig Bewaffnetennach Clarac. Der Befehlshaber dieses kleinen Haufens ver-langt den Herrn des Schlosses zu sprechen. Die Unterre-dung wird heftig. Ohne das Ende derselben zu erwarten,wird eine Pistole aus einem Fenster los gedrückt. Der Schußist auf den Maire von Buzen gerichtet, trift aber, zu gu-tem Glücke, nicht. Ein zweiter verwundet den Befehlsha-ber, Herrn Planchon. Auf diese feige, niederträchtigeHerausforderung gerathen die bewaffneten Freiwilligen inWuth. Die Bewohner des Schlosses verwandeln alle Fen-ster desselben in Schießlöcher, und machen ein lebhaftesFeuer aus denselben. Jetzt entschließt sich die National-garde gleichfalls zum Gefecht. Da es ihr nicht möglich ist,in das gut verwahrte Gebäude einzudringen, so wird be-
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