Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
257
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sern (wie der, damals abgefaßte Bericht sie nennt) zumessen. Jeder von ihnen erlegt seinen Gegner; die fünfgegenrevolutionistischen Werber beissen in den Staub. Ih-re Leichname werden nicht im geringsten mißhandelt;man begnügt sich damit, das weiße Band loszumachen,welches in die Knopflöcher ihrer Uniform befestigt ist. Diesunschuldige Siegeszeichen wird durch die ganze Stadt ge-tragen.Bürgerlicher Krieg zu Uzes, am 23. Nov.1790.Ein fanatischer Brief war die einzige Veranlassung die-ser traurigen Ereigniß. Herr von Betizy, ehemaliger Bi-schof der Stadt, und eines von den widerspenstigen Mit-gliedern der Nationalversammlung, schrieb ihn an seineKirchkinder, und zwar in der treulosesten Absicht. DieAdlichen gewannen die Katholiken und bewegten sie, aufdie Linientruppen Feuer zu geben, deren Bürgersinn überjeden Zweifel erhaben war. Die Zahl der irre geführtenund besolderen Menschen war so beträchtlich, daß der Kampfmehrere Stunden dauerte; und zwar unter dem Getöse derSturmglocken von allen Thürmen herab. Ehe hinlänglicheVerstärkung eintreffen konnte, sanken manche Schlachtopferzu Boden.Aus der Nachbarschaft von Uzes strömte zwar eineMenge Bauern in die Stadt; aber die einen waren für dieParthei, die andern für jene.Prüd. Irrth. 11. Bd.