Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
255
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255Am Abend den 5. Dez. wurden einige Bürger, die ausder Gesellschaft der Konstitutionsfreunde kamen,auf eine hinterlistige Weise angefallen. Einer von ihnen,Namens Galis, wird durch einen Schuß in das Bein ver-wundet; einem andern wird der Schenkelknochen von einerKugel zerschmettert. Man ruft nach Hülfe. Ein Hagelvon Steinen trifft die Umstehenden. Die Steine und dieSchüsse, sie kamen beide aus dem Hause der Friedens-freunde. Eine große Menge Volks umringt das Gebäude,es kommt zu Thätlichkeiten. Zwar wird niemand dabei ge-ködtet, aber vieles Blut wird, vergossen; denn vierzig Men-schen wurden zum Theil gefährlich verwundet. 1)Um das Maß der Unordnung und Niederträchtigkeitvoll zu machen, giebt der Maire den Soldaten vom Regi-ment Vermandois Befehl, auf das Volk zu feuern.Allein die Linientruppen sind weiser und patriotischer als die-se Magistratspersonen. Sie weigern sich zu gehorchen.Wir dürfen nichts dergleichen thun, sagen sie, wofernnicht vorher das Kriegsgesetz ist verkündet worden.Das Volk legt nicht weniger Mäßigung an den Tag.Ruhig läßt es jene feigen Verbrecher in das Gefängniß füh-ren; es liefert sogar die Waffen ab, welche es in ihrer Mör-derhöhle findet.1) Ein anderer, damals bekannt gemachter Bericht sagt aus, die so-genannten Konstitutionsfreunde und der Pöbel seyen der angres-sende Theil gewesen.Der Uebers.