Januar 1694.
Rccrutm cinc Unmöglichkeit, ja eine Ungebühr wäre, wenn man nicht etwa die Obersten und Hauptü»^welche ohnehin »m ihr ausgcsckcltcs Geld in großem Schaden stehen, in noch größcnr Ruin stürzenAllein, da diese zwei Regimenter bereits an verdienten» Sold für 12l),<><><> Kronen ausstehende Forderunghaben, hält man eben für schwer, daß sie für die Werbung so vieler Recruten, die dermalen sehr kostbarzu noch größer» Ausgaben auö eigenen Mitteln schreite», »venu die Regierung ihnen nicht in Abtragung ^Schuld cinc namhafte Summe vorschießt, waö nicht wahrscheinlich ist, »venu die Recruten vorher bcwül^würden. Endlich hat man auch wahrgenommen, daß an den übrigen Leistungen an die Ausstände der ^im Mailändischcn gestandenen Regimenter, an die Jahrgeldcr oder Stipendien der Studircndcn zu Maist'"oder Pavia keine Erwähnung gcthan wird. Die Confcrcnz kommt nach reifer Erdaucrung zu folget'"Schlüssen: 1. Alls dem freien Handel und Verkehr, als einem der vornehmsten und wesentlichsten Pu»^'muß mit allem Ernste beharrt »verde»; die Beschwerung mittelst der Tratten soll abgcthan und die Frliästabfolgc nach Anleitung des trotischcn Vertrags mit Limitation gegeben »verde». Denn das freie Eo»m>^""ohne Pension wäre schließlich, obwohl cö auch nicht sein sollte, noch eher zu leiden, als umgekehrt die Leistsder Pension ohne freien Handel. Bei all dein gedenkt man nicht, dem mailändischcn Staat, sofern erMangel leidet, waS man nicht glauben kann, unmögliche Sachen znzumuthcn. Denn wenn MailandFrüchte mit der Tratte bewilligen kann, »vie denn erst jüngst, einem Berichte nach, einem vornehmen Eava ^eine solche Tratte von ctlich tausend Saum Getreide gegen die Schweizer vergönnt worden, warumeine solche Bewilligung nicht auch durch die Limitation und ohne Tratte thun? 2. Die Durchfuhr d>>^das Mailändischc betreffend mag etwa eine geringe Probe gemacht »verde», um zu versuchen, ob daSsprechen auch wirklich gehalten werden »volle, und dann auch, um Mailand gerade auf diese beschul ^Neuerung aufmerksam zu machen, durch welche wahrhaftig »vcdcr des Königs Dienst noch Ruzcnwird. T Da Mailand beständig auf das RcductionSinstrumcnt dringt, soll anderseits nicht minderWiederherstellung des Salzfonds und die Bezahlung der ausstehenden Pensionen gefordert werden. ^der spanische Gesandte die Transgrcssioncn in seinem lcztcn Schreiben abermals anzieht und ahndet, E "nothwcndig befunden, der mailändischcn Regierung über diesen Punkt endlich einmal gründliche Verstell" 'zu machen, namentlich, daß die durch den französischen Dienst dem Hause Oesterreich crwachsendcn M»ch ^sehr übertrieben »verde», daß zur gänzlichen Beseitigung der geführten Bcschwcrdcn der fragliche Dienst st .gekündigt »vcrdcn müßte, solches aber gegen daS Interesse der katholischen Religion und gegen die 6» > ^der Eidgenossenschaft sei, nachdem Frankreich als Inhaber von Burgund und Elsaß unmittelbargrenze; daß der Erbvcrcin und der mailändischc Bund zwei verschiedene Verträge seien und endlich, t"st' ^den katholischen Orten, die Alles thun, was der Bund verlangt, und den, ErzhauS Oesterreich übcrdiEso viel andere Freundschaften erweisen, nicht noch ein Mchrcrcs zumuthc. 5. WaS die Ergänzung ^ ^Regimenter betrifft, will man sich zwar mit der einzigen bezahlten Pension nicht abspeisen lassen; t>o)die Rccrutirung eröffnet, in der Erwartung, daß Mailand für die Orte und die Untcrthanen t"'» l ^Handel öffne, die verfallenen zwei Pensionen entrichte, den beiden Regimentern an ihr Guthabensehnliche Summe bezahle, die Anwcisungcn der alten Regimenter und andere Ansprachen befriedigefür die vielfältigen Grcnzvcrlczungen Satisfaction gebe. l>. Um nun diesen Gedanken AuSdruk und ^zu geben, vereinigt man sich, der mailändischcn Regierung solches mündlich vorzutragen, nicht d>n ^förmliche Gesandtschaft, sondern durch einen Beauftragten nnd auf Grund einer entworfenen "^..^«»>1nonuncncn Instruction. ES »vird vorläufig festgestellt, daß jcdcö Ort an die dahcrigcn Koste»