226darauf auch zwei aus ihrer Mitte an den Stab des Regi-ments ab, und verlangten Einsicht der Rechnungen. Siewerden auf der Stelle verhaftet und in das Gefängniß ge-setzt. Der Kriegsrath versammelt sich und verdammt dieAbgeordneten, Spießruthen zu laufen. Kaum ist eineStunde verflossen, so haben sie auch bereits ihre Strafeausgestanden. Sie werden darauf in das Gefängniß zurück-gebracht.Die Regimenter König, Infanterie, und Mestre deCamp, Kavallerie — vereinigen sich in der folgenden Nachtmit den Schweitzern, gehen zusammen nach den Gefängnissen, befreien die beiden Verhafteten und tragen sie imTriumph durch die ganze Stadt. Damit noch nicht zufrie-den, zwingen sie die Offiziere zu einer öffentlichen Ehren-erklärung, und lassen sich vorläufig die Summe von siebenund zwanzigtausend Livres auszahlen. In der ersten Hitzewaren die Schweitzer Willens gewesen, ihren ganzen Stabnieder zu hauen.Die Ruhe schier wieder hergestellt, als Mestre deCamp seinen Offiziren gleichfalls Rechnung abfordert.Diese verweigern es; werden eingesperrt und müssen vierund zwanzig tausend Livres heraus geben. Das RegimentKönig will nicht zurück bleiben; es nimmt ohne weitereUmstände die Regimentskasse weg.Diese inneren Bewegungen der verschiednen Truppen-korps, welche die Besatzung von Nancy ausmachten, hat-ten im Aeußern lauter sehr lustige Auftritte hervorgebracht.Die Straßen der Stadt wimmelten von Soldaten derdrei Regimenter, Bürger und Mädchen waren zwischen ih-nen. Hier sang eine Gruppe, mit Flaschen in den Hän-den; dort tanzte eine andere zum Schall einiger Instru-
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