Oktober u. November 1688. 241
^rcn Beschluß, jedem Picmontescn, der sich im Brandcnburgischcn oder anderwärts niederlassen werde,^ Rcichsthaler zu geben, in dem Vertrauen, daß die in den evangelischen Orten liegenden 20,<)<)<)' ^chsthaler, welche aus den Niederlanden gekommen seien, sammt den Eollcctcn in der Eidgenossenschaft^ ^ angewiesen werden. Was dann noch übrig bleibe, könnte für Gcbcthäuscr und Wohnungen^ Prädicantcn verwendet werden. Hierauf wird unterm 21. Octobcr erwicdcrt, die evangelischen Ortemit der beabsichtigten Reparation und der Aushändigung der Collcctcn einverstanden, jedoch gehe anWndcn Untcrstüzungcn, an Spcditionskostrn der Picmontescn bis Frankfurt und einer Zahlung von 4000
^ ^)alcrn an die brandcnburgischcn Abgeordneten Bedeutendes daran ab und seien die noch übrigen in^ ^igniossenschaft liegenden Geldmittel zunächst für zurükblcibcndc Alte und Kranke, sowie für die nochkartete» Prädicantcn und ihre Familien zu verwenden. Sofern daran noch etwas erspart werden könne,
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... ^ den Piemvntcscn, wo sie sich immer befinden mögen, nachgcschikt werden. Eonvcnant, der sich m-Pj "ach Würtembcrg begeben hatte, berichtet bei seiner Rükkehr, die im Würtcmbcrgischcn niedergelassenenMo,uesin seien vom Herzog wieder aus dem Land gewiesen worden und wirklich thcilwcisc schon inMhauscu angelangt. Er werde zwar suchen, sie in Deutschland unterzubringen, wohin er sich sogleich' 'verde, wünscht aber, cS möchte ihnen unterdessen der Aufenthalt in der Schweiz gestattet werden, zudu, " ^'veke er die noch verfügbaren 500 Reichsthalcr darschicßcn wolle und nicht zweifle, daß auch von"tcdcrländischen Collcctgcldcrn eine Summe werde verabfolgt werden. Die Confcrcnz bleibt jedoch beiSchluß, den Picmontescn keinen Einlaß mehr zu gestatten, sondern alle diejenigen, welche hiczu taug-ä<>l, entfernen. Zu diesem Zwekc wird Eonvcnant ersucht und dazu vermocht, seine
vv„ ^^ch"lcr Pf,,, Stadtschreibcr SpciSeggcr. in Schaffhauscn einzmvcisen. Eine gleiche Summe wird, ' »ach Nürnberg gcschikt, in der Meinung, daß dieser lcztcrc Betrag sammt den 100 RcichSthalcrn,Pu schaffhauscn für TranSportgelder ausgegeben hatte, aus den bei den evangelischen Orten liegenden^^mvnuuugcldcrn wieder ersczt tverdcn. Wenige Tage nach dieser Verhandlung berichtet Schaffhauscn, daßfür " Würtcmbcrg 16 bis 1700 Picmontescn ankommen werden. Hierauf findet man
H ^ ^"igc Tage zuzuwarten, ob Eonvcnant im Falle sei, über eine ncuanfgrfundcne Vcrsorgungsstättcs>e s. ^ ^theilen; im entgcgcngcscztcn Fall solle Schaffhauscn den Picmontescn bekannt machen, daß mantzo» ^ "bcr die eidgenössischen Grenzen lasse, und den Herrn d'Olpmpie oder Arnaut oder auch den HerrnAls "^ch Baden schikcn, um mit ihnen über die Absichten der evangelischen Orte zu unterhandeln."Prö wird befunden, den von den Grenzen fern zu haltenden Leuten aus den picmontesischcn
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Abschiebung ohne Gewalt bewerkstelligt werden könne. Hicvon wird den Gcncral-Pttsn gegeben, mit der Bemerkung, daß der Abmarsch aus den eidgenössischen Orten durch
^al den Niederlanden, welche ihnen besser bekannt sein werden, bewerkstelligt worden sei und man
daß sie zur Aufnahme dieser Leute Hand anlegen werden. Unterm 25. Octobcr berichtet»ah ^"sc>, an Zürich, daß die Picmontescn in starker Anzahl angelangt seien und sich beharrlich weigern,z»r^, ^andcnburgischcn abzuziehen oder von den Grenzen zu weichen, vielmehr sich in die Wälder^"^cln, Kräuter und wildes Obst genießen und so vor Hunger, Blöße und Krankheiten ihrem(>Nx ^ seien. Schaffhauscn bittet daher, diese Angelegenheit zu einer gemeinsamen aller evangelischenLiters, das Gott gefällige Werk der Barmherzigkeit nicht aufzugeben und ihm zur Fortsczung der
"6""g einen Zuschuß von 2l)l)t) RcichSthalcrn zu machen. In Bcrathnng dieses Schreibens im
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