Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
220
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220reißt ihn heraus und haut ihn vor seiner eignen Wohnungin Stücke. Wären die Gefängnisse zu St. Etienne in ei-nem bessern Stande gewesen, so würde die rasende Mengeihren Blutanschlag nicht haben ausführen können.Ein Matrose wird zum Rade verurtheilt, am30. Aug. 1790.Schon mehr als einmal haben wir den Undank des Adelsgegen Ludwig XVI. gerügt. Hier eine Thatsache,welche unserer Rüge ein neues Gewicht giebt.Ein Matrose von Grandville=Leger, ohnweit Cou-tance, der im Jahr 1778 von den Engländern war zum Ge-fangenen gemacht worden, und dessen Verstand, durch übleBehandlung, etwas gelitten hatte; schreibt, zu Ende Au-gusts 1790, an den Grafen von Hektor, Kommandantder Marine zu Brest. In seinem Briefe, der von zerrüt-teter Einbildungskraft zeugt, verlangt er eine Uniformund Waffen, um die Feinde des Königs, der Nation undder Deputirten zu bekämpfen. Diese Thorheit war gewissehr zu entschuldigen. Der Graf von Hektor, der allemAnschein nach sein Vaterland eben so wenig liebte, als sei-nen König, sieht darin ein Vergehen, das der Anklagewerth ist. Wirklich wird diese auch angenommen, und derarme Asselin, der höchstens ein Tropfbad bedurfte, wirdin Ketten gelegt und an das Chatelet zu Paris gesandt.Dieser schlechte Lohn für seinen gutgemeinten Eifer bringtihn im höchsten Grade auf. Als er vollends das Loch er-blickt, welches ihm zum Gefängniß dienen soll, geräth er