September 1K8K. 179
Johann Balthasar Burkhardt, Drcicrhcrr. Schaffhauscn. (Nicht vertreten.) Appenzell - Äußer-nden. Konrad Zcllwegcr, Landammann. Stadt St. Gallen. Tobias Schobingcr, Sckclmristcr.». Schaffhauscn entschuldigt sein Ausbleiben mittelst Schreiben vom 18. September damit, daß es int Hoffnung gestanden, sein laut lcztcr badischcr Confcrcnz gemachter Vorschuß von 11,963 Gulden werdewieder gutgemacht werden, was aber Bern durch die Ankündigung einer hoher gestellten Rechnung zu"unmöglichen suche. Unter diesen Umstünden könne es sich mit den picmontcsischcn Thallcutcn nicht weiterals die Durchreisenden zu verpflegen. Hierüber wird beschlossen, Schaffhauscn die Folgen einerÄnderung in dieser Sache vorzustellen und darüber seine Erklärung zu verlangen. I». Zum Hauptgeschäftür Confcrcnz übergehend, wird ein rührendes Bittschreibcn der rcformirtcn picmontcstschen Thalleutc um^' bw Verwendung für die Freilassung der gefangenen Glaubensgenossen, auch ein Schreiben des Landgrafen' Hessin angehört. Alls die inzwischen eingegangene Nachricht, daß Graf von Govonc als außerordentlicher^ lundtcr des Herzogs von Savoycn in Luccrn angelangt sei, wird ein Sccrctär an ihn abgeordnet, umanzufragen, ob er, wie man von Turin aus vernommen, wegen dieser Flüchtlinge besondere Instructioneni!eöi ^ verneinenden Antwort hierauf verbindet der Gesandte die besondere Bemerkung, die
ass»»g der Gefangenen könne nur dann mit Erfolg betrieben werden, wenn die intcrccdircnden Orte be-
lügende Maßregeln vorzuschlagen im Falle seien, daß'der Herzog von diesen unruhigen Leuten keine fernere^ ü
dasselbe
^l^geicheiie» z» besorgen habe; wenn aber ein solches SichcrungSprojcct ausgearbeitet werde, sei er bereit,durch einen Expressen nach Hof zu befördern und zu untcrstüzen. Die Confcrcnz, der hierüber
erstattet worden, beschloß auf Genehmigung der Orte, den Herrn Kaspar von Muralt, des Raths in> l>ch, an den Gesandten abzuordnen, um im Einverständnis! mit diesem ein solches Projcct auszuarbeiten,
.dach unter Vorbehalt einer dircctcn Gesandtschaft nach Turin, wenn diese Verwendung ohne Erfolg bleibenUnd
->uiand, behufs Aufnahme dieser armen Flüchtlinge beliebt, um auf die daherigen Zusicherungen die
^ Gleichzeitig wird eine direkte Gesandtschaft an ausländische Fürsten und Stände, als Brandenburg
^ilassmw
"Ü der Gefangenen mit mehr Erfolg betreiben zu können. Sobald sich hiefür gute Aussicht zeigt,^bhol'l ncuc Confcrcnz nach Aarau ausgeschrieben werden. Inzwischen hat jedes Ort einen Commissär zursvi, ' ^ ^ Gefangenen in Nyon zu bezeichnen und über alle diese Vorschläge die Entschließung in Zeitdnit'w^ nach Zürich mitzutheilcn. Auf daS Gesuch, den befreiten Gefangenen Schreiben an die
Üüz», mitzugeben, wird aus erheblichen Gründen nicht eingetreten. Was für Geldmittel zur Untcr-
lissci,^ ^ Picmontescn hinter dem einen und andern Orte noch liegen, wird jeder Gesandte zu berichten
^ctvh * französischen Flüchtlinge halber, welche im Lande bleiben, läßt man cS beim Abschiede vom^ ^ ^wenden; diejenigen aber, welche sich nach dem Ausland begeben wollen, soll jedes Ort inbo» ^ Grenze fertigen. In Schaffhauscn soll nach der ncunörtischcn Scala ein Fond
allkH Rcichsthalcrn angelegt, zu Reisegeldern verthcilt und darüber Rechnung abgelegt werden. Ucbcrvierzehn Tagen die Erklärung der Orte nach Zürich erwartet. »I. (Die IV Städte.)über ö Mandelsloh, Abgesandter deS Kurfürsten von Brandenburg, verlangt in einem Schreiben BerichtHrilg ' ^scztcn kurpfälzischcn Kleinodien. Auf Genehmigung der beteiligten Orte wird beschlossen, cincS->»j,, ""silbrn ein Vcrzeichniß der Kleinodien mit Angabc der darauf haftenden Summe des Anlcihcnödcg andcrnthcilö den Herzog von Orleans für die Rükzahlung deö Anlcihcnö oder die Abtretung
' " ^ ^"Zugehen und gleichzeitig diese Angelegenheit dem französischen Gesandten neuerdings zu cin-Wie der Gesandte von Glarnö berichtet, sind die evangelischen Glarncr wegen der katholischcrscitS