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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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Octvbcr 1K8Z,

wieder abgelesen worden, wird mehrertheils erachtet, die katholischen Glarner hätten sich seit der Religion^cntzweiung noch niemals in so gutem Stand befunden, wie diesmal durch den badischcn Vergleich, indem P'bisher nur „einfaltige Folgcr" zum größern Mehr, dermalen in ihrer Souveränität und Judikatur, nebst dcrReligion so in Sicherheit gesezt seien, daß sich dcr gemeine katholische Laudmann damit gar wohl sättigt»könne. Schwyz hat die Ratification nicht aussprechen können, namentlich wegen des Artikels betreffend t>cMannschaft und die Pässe in Uznach und Gastcr und wegen Annahme von Landleutcn. Die Gesandten dcrübrigen Orte aber finden, wenn man den Vergleich ohne selbst suchende gefährliche Auslegungen lesen wollt,so können die Bedenken nicht so groß sein; katholisch Glarus selbst werde bekennen müssen, daß cS anfänglichnicht so viel gesucht, als es diesmal erhalten habe. Was die Annahme von Landleutcn betreffe, so köni»man sich auf die bisherige Ucbung berufen. Dcr Punkt wegen Uznach und Gastcr gehöre eigentlich niOzum LandeSstrcit, sondern wenn die Protcstircndcn von GlaruS etwas an Schwyz zu suchen vermeinen, ^sollen sie es mit ihm am gehörigen Orte ausmachen. Die Gesandten von Schwyz haben auch in Badt»begehrt, diesen Punkt nicht in den Vergleich aufzunehmen. In fernerer Erwägung, daß man dem Papstund den verbündeten Fürsten unter Vcrdankung ihrer Verwendung von dem fraglichen Vergleich bereitKcnntniß gegeben hat, wird die Ratification, mit Ausnahme von Schwyz, ausgesprochen und im Namen ^ratificirenden Orte ein beschwichtigendes Schreiben an katholisch Glarus erlassen. Schwyz verlangt daSse^für sich in den Abschied und verspricht, sich bis auf künftigen Samstag (23. Oktober) zu erklären, ob ^demselben beistimme oder nicht. Es wird daher die Abcrlassung des Schreibens bis auf diesen Tag vcrschoben, damit man wisse, in welcher Orte Namen cS abzusenden sei. I». Dcr Markgraf von Greis»?'außerordentlicher Gesandter des Herzogs von Savoycn, erhält auf sein Begehren Audienz vor dcr Scssi^und wird zu diesem Zwek von einem Gesandten jcdcö Ortes dazu abgeholt. Daselbst eröffnet derselbe,die Kunde von dcr gefährlichen Bewandtniß mit Glarus sei er von seinem Herrn zur Beschleunigung scu^Reise angewiesen worden, um alle bundesgenössischc Verwendung eintreten zu lassen, und freue sich nun,diese Mißhelligkcit durch göttliche Gnade bereits verglichen worden sei. Es bleibe ihm nun einzigübrig, den verbündeten Orten im Namen dcö Herzogs im Allgemeinen seine Dienste anzubieten. Diei^Kompliment wird durch die frühere Dcputatschaft crwicdcrt; mit einer Antwort an den Herzog wird dagcg^noch zugewartet, bis man vernimmt, was dcr Gesandte etwa sonst noch weiter vorzubringen habe. « . A>^dcr päpstliche Internuntius Chcrufini erhält auf sein Begehren Audienz und wird durch eine Deputatsch^in die Sizung abgeholt. Dieser berichtet von dem großen Sieg, den die christlichen Waffen gegen die Türkeidie Erbfeinde der Christenheit, davongetragen haben. Die kaiserliche Residenzstadt Wien sei wieder cntscP'dcr König von Polen habe dieses dem Papst durch einen Secrctär ausführlich berichten und ihm zumzeichen eine eroberte Standarte des GroßvczirS überreichen lassen. Ferner bringt er an, daß er demüber die glükliche Beilegung des Glarnergeschäfts umständlich Bericht erstattet habe. Die Versanunl»^beschließt hierauf Verdankung der für die ganze Christenheit so freudigen Botschaft über die Niederlage ^Türken und nochmalige Empfehlung der glarncrischcn Angelegenheit. «I. Ein vom GcsundhcitSrathMailand an Luccrn eingelangtes Schreiben, gemäß welchem laut Berichten aus Bünden in Appenzell ct>»»''Contagion ausgebrochen sei, weswegen die Orte und die zu LauiS aufgestellten Gesundhcitöbeamten zuAufsicht und Berichterstattung aufgefordert werden, erregt allgemeine Verwunderung, weil hier von ticPSache nicht das Mindeste bekannt ist und sie für eine falsche Ausstreuung gehalten wird. Dicö wird ^GcsundhcitSrath schriftlich mitgetheilt und beincbcnS versichert, Zürich habe Auftrag, in Appenzell und