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September 1683.
57.
Conferenz der evangelischen Orte nebst Stadt St. Gallen.
Aara«. litti't, i>. bis lL. September. (30. August bis 2. September a. K.)
Staatsarchiv Zürich. Mg. Abschiede Bd. 64. ko>. IS4. — Staatsarchiv Bern. Ex. Abschiede.
Gesandte: Zürich. Johann Kaspar Hirzcl, Bürgermeister; Andreas Meyer, Statthalter. Bcr»>Sigmund von Erlach, Schultheiß; Abraham Tillicr, Sckclmcistcr. GlaruS. Johann Peter Weiß, Land-ammann; Johan Heinrich Zwicki, Zcughcrr. Basel. Johann Jakob Burkhardt, Obcrstzunftmcistcr; Joha»»Heinrich ZäSlin, Drcicrhcrr; Johann Konrad Härder, Stadtschrcibcr und des Raths. S ch a ff h a u sc »>Johann Konrad Ncukomm, Bürgermeister; Tobias Holländer, Statthalter und Panncrhcrr. AppenzellAußcrrhodcn. Konrad Zellwcgcr, Landammann. Stadt St. Gallen. Tobias SchobingcbSekclmeister.
Die Conferenz besammelt sich wegen deö Glarncrgeschäfts. Da man in Erfahrung gebracht Haidaß in verschiedenen, namentlich auch katholischen Orten deshalb viel Schmähungen und Drohungc»geführt werden, so wird Luccrn in einem Schreiben ersucht, solche den allgemeinen Frieden gefährde»^Acußcrungcn möglichst zu verhüten. Luccrn bestätigt, dergleichen Drohungen aus evangelischen u»dkatholischen Orten gleichmäßig vernommen zu haben und berichtet, es habe die benachbarten Orte beiderReligionen durch Schreiben und seine Angehörigen durch Mandate von aller Animosität abgemahnt.diesem Anlaß berichtet Bern, seine Unterthancn hätten etliche hundert Stük Vieh, welches sie ins angrenze»^Entlibuch gestellt hatten, zurükgczogcn, worauf Luccrn wegen der dahcrigcn Ursache rcelamirt habe; >»»»habe sich aber beiderseits der besten Absichten versichert. I». Auf besondere Aufforderung eröffnen die ^sandten von evangelisch Glarus, daß sie einfach instruirt seien, bei den alten Sprüchen und Verträgen, ^sie jcweilen genau beobachtet haben, zu verbleiben. Zuwiderhandlungen, welche bewiesen werden könnt»,wollen sie gutwillig verbessern, auch sich Anleitungen der evangelischen Orte über künftige treue Beobachtungderselben gern gefallen lassen. Nach erfolgtem Ausstand der glarncrischcn Gesandten finden die übrigen Or»,daß die Evangelischen von den Katholischen an den bestehenden Sprüchen und Verträgen unverschuldetem"^angefochten werben und man sie daher dabei schüzcn müsse. Inzwischen wird evangelisch GlaruS nachdrüklichaufgefordert, auf die nächste Tagsazung seine Gesandten mit vollkommenem Befehl auszurüsten, um an dc>»Vermiltlungöwcrkc thätigcn Antheil zu nehmen, mit der Versicherung, die evangelischen Orte werden b»Angelegenheit wie ihre eigene betrachten und überdies werde in Allem die Ratification der Obrigkeiten v«^behalten. Die glarncrischcn Gesandten versprechen dieses ihren Obern getreulich zu rcfcrircn. Indessendarüber noch ein besonderes Schreiben an evangelisch Glarus erlassen. Was über den Schirm deö gemein^evangelischen Standes im Falle eincö Angriffs weiter berathschlagt worden ist, wird jeder Gesandte ^berichten wissen. «. (Zürich und Bern.) Auf Fürbitte von Genf wird dem Hauptmann Josua Jamv'^welcher in den vorigen Unruhen den Thallcutcn in Piemont treffliche Dienste geleistet hatte, vom HcO^von Savoycn seine Begnadigung nicht erhalten konnte und daher sich deö Landes entäußern mußte, daSam 30. November 16K7 von den vier evangelischen Städten auSgcseztc Leibgeding von 100 Louiöthalcr,daS er bisher zu Gunsten der picmontcsischcn Thallcutc verzichtet hatte, durch eine neue Urkunde v>»"