—— 164und ihm jede Theilnahme an Staatsgeschäften schlechter-dings zu untersagen. Aber es war von Lebensmitteln dieRede; und übrigens gab auch der glückliche Erfolg des 5.und 6. Okt. den Weibern einen größern Einfluß, alssie noch je gehabt hatten. Man ließ vor ihren Ohren denNamen Bürgerinnen ertönen, um zur rechtenZeit und am rechten Orte noch mehreren Nutzen von ihnenzu ziehn. Die Freunde der Menschheit seufzten und ver-kündigten die größten Uebel, die größten Ausschweifungenim Voraus, sobald als sie die Weiber bei Anzettelung jenerkleinen Aufläufe geschäftig sahen, welche zu Paris, und inden Provinzen rasch auf einander folgten. Man wollte dasVolk dadurch in Athem halten, und es allmählich zu derHöhe emporheben, wo man es zu haben wünschte.Der Kopf des unglücklichen Varicourt war, auf derSpitze einer Pike, bis unter die Fenster seiner Schwester,der Frau von Vilette, gebracht worden. Jetzt ward die-selbe Scene erneuert. Der Kopf des Bäckers ward seinerFrau gebracht, die bereits einige Monate in ihrer Schwan-gerschaft vorgerückt war. Diese ausgesuchte Grausamkeitlag nicht in der Natur des Volks; man erräth leicht, wo-her sie kam Aber die obrigkeitlichen Personen zu Parisund die Gesetzgeber zu Versailles waren nur desto strafba-rer. Aus Furcht, jene unselige Popularität zu verlieren,deren Nothwendigkeit für die Zukunft sie empfanden, dach-ten sie nicht einmal an Züchtigung, welche solche Unthatendoch in einem so hohen Grade verdienen. Und dies Still-schweigen der höchsten Gewalten schien nicht allein dengroßen Haufen zu rechtferigen, sondern es machte diejeni-gen auch kühner, welche ihn zu all diesen Abscheulichkei-ten aufreitzten.
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