Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
126
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126es, daß sie selbst in der Stille diesen Blutseenen ihrenBeifall gab. Denn der Hof verlor dadurch den Schattervon Volksgunst, der ihm noch geblieben war, und die neueOrdnung der Dinge, von welcher man sich ohnehin Wun-der versprach, fand um so leichteren Eingang. Aber wirmüßen es noch einmal sagen: Paris, wiewohl der Schau-platz jener Ausschweifungen, nahm keinen Antheil daran,vielmehr gerieth es darüber in Unruhe, und dachte darauf,sich in eine Ehrfurcht gebietende Stellung zu setzen.Plan der Verschwörung, welche, vom Hofeentworfen und genehmigt, in der Nacht vom14. auf den 15. Juli ausbrechen sollte, abervom Grafen von Estaing entdeckt wurde.Hohe Zeit war es, die Baſtille einzunehmen, um dadurcheinen grausamen, treulosen Hof aus seiner Fassung zubringen. Wir haben den schriftlichen Entwurf zur Racheentdeckt, welche in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli1789 mit all' ihren Schrecken loßbrechen sollte. Dies wich-tige Stück wurde mit der größten Sorgfalt geheim gehalten.Aber die Zeit offenbart alles; wir sind so glücklich gewesen,seine Mittheilung zu erhalten.Das erste, was man sich vornahm, war die gänzlicheAuflösung und Zerstreuung der Nationalversammlung. Die-ser Körper, welcher bei jedem seiner Schritte riesenmäßigerward, sagte allen denen Furcht und Angst ein, die bei deralten Ordnung der Dinge ihren Vortheil gefunden hatten.