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918. 1712, Z. August. Die toggcnburgischcn Land- »ud Kricgsräthc an Zürich. lliachdein Toggcnbutt! ^Zusage» das Seiuige bei der Expedition »ach Uznach und Gaster luitgcleistct habe, ciupfichlt es bestcrinash"
so sehr verlangenden Endzwek seiner vollständigen Befreiung, wozu ihm von den zürcherischen KricgSräthcn " >'gute Vertröstung gegeben worden sei. Staatsarchiv Zürich: Acten Toggcnburg. «O"g->
Der Stadtschreiber erläutert das verklauselte Begehren ans der Rükscite des Missivs dahin: 1. begehr«'gänzliche Befreiung und 2. daß man mit ihnen auch das Eroberte theilen möchte.
919. 1712, 2. August, Lichtcnsteig. Schultheiß, Land- und Kriegsräthc in Toggcnburg geben 61larus
von ihrem llnternehmen in llznach und Gaster, welch leztcres allein von Truppen aus Toggcnburg besczt G' gertvarten, daß dies nicht ungut aufgenommen werde. Toggenburg werde zu ewigem Dank nie vergessen, daß ^de» Grund und den Anfang zu der zu hoffenden Befreiung gelegt und allzeit guten Rath crtheilt habe. ^'1111^ ^habe nun mit dem Schwert in der Faust das Land von feindlichem Einfall errettet und die Feinde abgetrieben/^auch anderseits mit Hilfe und Beistand einiger Stände sieghaft das gcthan, waS sonst Niemanden, als ganzVölkern zusteht. Glaruö solle daher bei nächster Tagsaznng Toggcnburg zu seiner völligen Befreiung mithew"'
Landesarchiv Glarus: Acten Toggcnburgcrkriest. (Orig-)
929. /712, 2. August. Der Abt von St. Galle» empfiehlt sich und seinen Abgesandten vonneuerdings ocm Wohlwollen des Reichsconvents. Des Abtes Verlangen gehe hauptsächlich dahin, daß das ^ ^ob v-mum von einander geschieden werden, crstereö die Oberhand bekomme, des Reiches mitgcgriffene 9!«^ ^Gerechtigkeit vor Abschwächung gerettet und das in Verwüstung liegende Stift sammt so namhaften La»d>"Leuten aus der Asche gehoben werden möge.
Stiftsarchiv St. Gallen: Copialband1687. Daselbst eine gleichzeitige Empfehlung an Kurniaitti-
921. 1712, 3. August. -Aus dem Feldlager zu Schwarzenbach. Die Feldkriegsräthe von Bern mache"Obern ernste Vorstellungen gegen die Fortsezung des Krieges. Wenn Bern sich nicht zu einem ehrlichen,leicht erhältliche» Frieden verstehe» könne, lasse der Zustand der Armee befürchte», daß man den FriedenFeinden bald erbetteln müsse; ja man müsse mit Schrckcn an die mindeste feindliche Begebenheit denk«"einziger Dragoner sei mehr dienstfähig, beinahe alle Officicrc krank. Ganze Regimenter erklären den Oschdaß sie thcilS aus dringender Roth, theils ans andern erheblichen Gründen nicht mehr länger verbleibe» ^Sie hätten lange Zeit mit Hintanseznng ihres LeibS und Lebens ausgehaltcn, das Vaterland vertheidigtIhrige zu Hanse verlassen und in die Schanze geschlagen, ihre Leiber und Kleider verzehrt, daß sie bald
Wenn sie doch daö Leben und Alles aufopfern müssen, so wollen sie dicS lieber zn Hause dargcbcn; wenn ^in de» ersten Tage» erledigt oder des Friedens vergewissert seien, werden sie sich gezwungen sehen, zu dieserzu schreite». Wenn die Obrigkeit diesen wahrhaften Vorstellungen nicht glaube» wolle, soll sie Vertrauens^'an Ort und Stelle senden. Staatsarchiv Bcrnt Toggenburgbitchcr v. 4IS. M's"
922. 1712, 4. August. Bern ordnet in Folge des gestrigen Berichtes über den üblen Stand se»>^nachträglich auch seine Gesandten zur Unterhandlung des Friedens nach Aarau ab und ermahnt die Feldkriesff"'bestrebt zn sein, daß inzwischen die Soldatesca nicht weiter ausbreche.
Staatsarchiv Bern i Toggcnbnrgbiichcr h.
923. 1712, 4. August. Lnecrn an seine Gesandten in Aarau. Da bishin eine Verständigung mit denüber gemeinsames Handeln sich verzögerte, sollen die Gesandten mit ihnen endlich abbinden und für sichund mit ferner» Conferenzicn keine Zeit verlieren, da Zug und Schwyz auch, ohne Lncern anzufragen,habe». Die Gesandten erhalten carte blnnolw zu allen beliebigen Erklärungen, die ihnen möchten zugcmuthct n ^vor Allem sollen sie in das Lager nach Schwarzenbach gehen und die Tractate anstossen, wobei aber nicht z»
ist, daß Bern seine Hilfe zur Bändigung der aufrührerischen Untenhanen speciell zusage.
Staatsarchiv Lucern t Acten Toggcnburg.