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6,2,b (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
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8t>9. 1712, 24. Juli. Der spanische Gesandte in Lnccrn begleitet daS ihm vom französischen Botschaft''^Expedition zugesandte Aiahnschreiben der nnbcthciligtcn Orte in Aara» mit folgenden Beinerknngen: Das Schiffenthalte die gewohnten Prätensionen der zwei Kantone; in der gegenwärtigen Zcitlagc betrachte er aberals eitel und unnüz und daß die Gesandte» der unbetheiligten Stände ihre Dienste wohl hätten einstellenMit Gottes Hilfe hätten die katholischen Truppen bei Eins einen schönen Portheil errungen, wo laut sichern M'U ^die Berner und Nenenburgcr mehr als achtzig Officiere verloren haben. Dazu komme nun der PsrnnU'stl'Luccrner und der andern Kantone in die Freiämter »nd da bleibe nach Ansicht des spanischen Gesandten >ur^übrig, als Gott zu bitte», das; er die Waffen der V Orte segne, da sich um die heilige Religion und »>»Freiheit handle.

Landcsarchiv Schwyz: Acten Toggcnburg. (Orig.) Italienisch-

870. 1712, 24. Juli, Muri. Landammann Schorns an Schwyz. Morgen in der Frühe erfolge dergegen die zwei Orte und zwar durch Schultheiß Schwytzer gegen Bilmergen hin und durch Brigadier Pstllsi'Boswyl aus, sofern das Regenwetter es nicht verhindere.

Landesarchiv Schwyz: Acten Toggcnburg. (Copie)

871. 1712, 2!). Juli. Der zürcherische Gesandtschaftösecrctär in Aarau a» Zürich. Diese» Morgen >eiWettstein von Basel expreß angelangt mit dem Antwortschreiben Basels ans die Mahnung zur Hilfe vom 2l> 4^In der Andie'-z vor den Gesandten beider Stände verlangte er erstlich eine Empfehlung bei dem französifflffN ,schafter, daß die im Elsaß arrcstirtcn Früchte abgcfolgt werden; sodann stellte er die Unmöglichkeit und ^Basels vor, dermale» beiden Ständen Hilfe zu leisten. Es sei besser, wenn Basel neutral bleibe, so lang d>^"^von Freibnrg und Solothurn geschehe, sonst könnte es in Ansehung Frankreichs, des Kaisers, deö Bischst'Basel und SvlvthnrnS, von denen es ringö eingeschlossen sei, von Bern ganz abgeschnitten werden und den cvangeulOrte» mehr zur Last als zu Trost dienen. Basel wolle das Möglichste leisten; es begehre keine Dispen!^^wohlwissend, daß seine Erhaltung nächst Gott an der Erhaltung beider Stände hange; es bitte nur, »achBeispiel voriger Zeiten, wie in den Jahren 1632 und 1655, so lange in der Neutralität gelassen zu

auch Freibnrg und Solothurn neutral bleiben, in der Meinung, daß wenn leztcrc brechen, auch Basel zu w ^thätlichkeiten übergehe. Dieses Ansuchen geschehe in höchster Geheimdc und bitte Basel, daß eS geheim gehalten u'c

Staatsarchiv Zürich: Acten Toggcnbnrg, Friedensverhandlung <Ongl

>4 - Au'

872. 1712, 25. Juli. Der zürcherische Agent in Chur, Johann Kaspar Meyer, berichtet an Zünw'^^1600 Mann Hilfstruppen werde» heute Nacht noch durch Expressen aufgeboten. Bevor aber die Hilfe in dgesczt werden könne, fordern die Häupter der Bünde die Wcgräumung von zwei Schwierigkeiten: die ,>^sdes nöthigcn Geldes, damit diese Truppen in dem Zürichgebiet sich erhalten können, und die Mitwirkung §zur Öffnung des Passes durch Sarganö, dadurch, daß ein zürcherisches Detaschcment gleichzeitig gegenanrüke und daß der Landvogt daselbst strenge» Befehl erhalte, die Truppen aus Bünden durchmarschircn Z» '

Staatsarchiv Zürich: Actcn Toggenburg. <Drig4

873. 1712, 25. Juli. Uber die Schlacht bei Bilmergen siehe die zahlreichen bernischen Berichte.

Staatsarchiv Bern: Toggenburgbticher I). I>. 244 u. sf. Ferner Staatsarchiv Zürich: Actcn Toggeilburg u. Friedensverhandlung.

874. 1712, 25. Juli, Abends 11 Uhr, Hohcurcin. Brigadier und Kriegöräthc an Luccrn. Brigadiermit dem Corps der V Orte habe den Angriff gcthan und tapfer gestritten, wobei aber der linke Flügel baden Feinden, als dem rechten schon der Sieg winken wollte, dermassen überfallen ward, daß man den Kürzer» hmußte und der Feind endlich nach ritterlichem Kampf bis an die Berge und 'Anhöhen gegen nnscrm

ob und unter Bilmergen bei dem Wachtfeuer der Berncr Postv gefaßt, während auf de» weit entlegenengegen Lenzburg sich viele Berner sehen ließen, angekoniinen war. Darauf seien die lucernischc» Comp»!!"""großem Feuer und Jauchzen hinuntergelaufen und haben gar große und lange Zeit gekrieget, nach welchei»die Länder sonderbar und das Luccrnervolk auch zu fliehen angefangen. Der Officiere Bitten, Beten und 4t >