Druckschrift 
6,1,b (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
Seite
1754
Einzelbild herunterladen
 

1754

so die notürfftig sindt, weliche sich vmb die Hilff erkendt vndt gewännet habend; Alles Inn des; gemannten theils 'so diekh dasi zu schulden kumbt. Ob auch ein ynfahl oder angriff vff Jemanden vnder vns so schnell vndterwüchse, daß solichs an vns die übrigen stattlich nit möchte gebracht werden, vndt der angegriffen zumerhub vndt Hinzug, da sollend wir die übrigen zu allen syten vngemannt vndt ohnverzogenlich auch zufahren vndt s nwie daß gerochen vndt abgeleit werde, nit änderst, alß ob es vnser selblich fach werc vndt ob wir deß gemannet weroder von nüwen gewännet wurdend. ^

Im Fahl vndt aber die Hilffsleistung souil Verzugs erleiden mag, so soll der beschedigte theil vnß die übrigen,die Er Hilff sucht, Zetagcn mannen, Nammlich wann es Zürich, Bern, Basel vndt Schafshußen betrifft genes aber Glarus vndt Appenzell betreffen wurde Inn die Statt Zürich, Oder woser nach Beschaffenheit dcnnmaliger Löu^vndt Zyten Dwedere dißer Malstatten nit bequem were, an andere gelegne Ende. Vnd Soll demnach Jetwederer tycwyse, gute Botschafft an dasi von den Mannenden bestimmende Orth vndt Zyt senden, daselbs eigentlich zcrathewie die fachen anzuheben syn, daß der Zug vndt Hilff nach gelegenheit der fachen einen wyßen Fürgang haben ^oder wie die Hilff nach gelegenheit der fach syn soll, daß den Feyenden desto baß widerstanden vndt der schad Z"besten gerochen werden möge. Vnd wcsi mann vff dem Tag zerathe Wirt soll Jetweder theil wider heimbringen, ^sölicher maß, daß demme gnug beschech, alß dcnne vff dem Tag beschießen worden ist, an alles verziehen. Vndt so ^vnder vns gegen dem andern niemandt weder der gemahneten noch vngemanneten Hilff dheinewcgs ab- nach vM) - ^Worten nach mit werckcn, dhein Ding suchen nach werben, dorumb die Hilff zertrennt oder abgestellt werden möchte,alle geferdt.

Ob auch hernach der theil, so gewännet hat, auch eines mehrcrn vndt sterckern Zuzugs oder eines ynfahls vslfeind vndt desselben Landt notürfflig were, weder by dem Tag abgeredt worden, soll man die einanderen Inn Krafst ^stehender allgemeiner Verbindung auch schuldig syn. ^

Vndt wann sich Inn solichem ferncrs begebe, daß wir vnß vnhern Landt vndt Lüthen zu schütz, Sch>r»nn ^handthab berielhen, eine belegerung fürzenemmen, so sollend wir alle sambt vnd sonders einandern trostlichgezüg vndt lüthen darzu nutz vndt noth, je nach Jevers Vermögen vndt glegenheiten, Dasi Orth aber, dessen derist, oder ein anders ncchstgclegnes, so mit den mitten versehen, die zur Belegerung mehrers notwendige große stuckh, -bHandtwerckh- vndt werckhlüth zwaren anfengklich Inn synen Lösten dargebcn, hernach aber vmb visieren mehrerenein gebührende abtheilung vndt ersatzung bescheben solle. ^

Wann dann etwas von Stetten, Schlössern, Herrschasften, Landen vndt Lüthen, Zöll vndt Geleiten erobertsollen vorderst Diejenigen, so zu demselben ammcisten dargesetzt, sey feigen an selbigen enden by dem Handel oder ^ ^Inn dapfern Kriegsübungen vndt Geschefften an andern Orthen wider vnßere gemeine Feyendt verfangen oderweßen, vndt demnach auch andere nach der gebür vndt Billigkeit vndt wie wir es vnder vnß sambtlich oder der niegerecht befinden (ob mann soliche zu behalten Vorhabens) angesehen vndt betrachtet werden; vndt ob dann sol>^ ^vndt Landt mit Lüthen oder gczug zu besetzen werend, daß soliches von dem Jenigen Orth, dessen der Krieg ist, ^gemeinem Nammen beschchen solle, Es were dann fach, daß daßelbig Orth von den übrigen begehrte, daß Sybesetzen helffen wollen, alßdann soll es mit gemeinem rath vndt zuthun beschehen.

Abcr vmb gefangene Lüth, fahrendt gut, Brandtschatzungen vndt andere derglychen Nutzungen, oder daß nw ^oberte Stett, Schlößer, Landt vndt Lüth käufflich hingeben thete, Ist beredt, daß mann soliches alles halten,theilen soll nach glychcr Pültung vnd Kriegsgewonnheit, Nammlich nach anzal der Lüthen, so Im Veldt gelegen M ^

Wo wir auch also mit Jemandt zu Krieg wurden kommen, so soll der von allen Partheyen dapferlichvon vns kein Richtung noch Betrag angenommen werden, dem verletzten theil feige dann bekehrung vndt ersatzungdie denn mehrteil vnder vns billich vndt gestaltsamm bedunkt.

Item were, daß Jemandts einen, so Inn dißer Pündtnus sindt, angriff oder schcdigte ohne Recht, wann czu schulden kombt, daß der oder die, so den angr.ff oder schaden gethan handt, komend Inn den gwalt vnßermeldten Eydtgnossen, denselben oder die alle, Jr Helffer vndt Diener, Ihr lyb vndt Jr gut soll man Hessin ^ ^gryfsen vndt sy deß wyßen, daß sy denselben schaden vndt angriff ablegind vnd wider thügind, ohnverzogenlich,geferdt.