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6,1,b (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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V. Schirmbriefe für den KriegSrath.

1. Generalschirmbrief, vom 20. März 1668.

Wir Bürgermeister, Schultheiß, LandtAmman» vnd Rath der l3 Ohrte» der Ehdtgnoschaffl sc»"^H. Abbt vndt Statt St. Gallen vndt der Statt Bicll Thucnd kundt mit discm bricf: Demnachwir sorgfcltig beherziget die znechst an vnscrcm Vatterlandt sich erzeigende gefahren, auch allerhand >»>ilauffende sehr bedenkliche fachen, Habend wir zue crhaltung desselben Ruhe, Sicherheit vndt wohlf«^!,auch zue tröstlichem Schutz vnd schirm vnserer hergebrachten so Theuwr erworbenen Herrlichen Frehhcite"nechst anrucffung Göttlicher Gnaden Hilff daß krcfftigstc mittel sein erachtet, vnß einträchtig vndt vcr-trauwlich cineö allgemeinen Dcfensionalwcsenß zue vndcrredcn vndt znc vergleichen, waß ein iedesfür Volckh, groß gschütz, auch Hohe Officier her geben solle. Insonderheit ist anch für Hoch nothwe»d>gerachtet worden, daß jedes Ohrt vnder vnß eine qualificierte StandtSpcrson zu einem KriegßRath crwelle"vndt setzen, auch ncbent demselben den zue erwcllen habenden Höchen Offieier oder einen anderen dar;'"verordnen, deren Ambt vndt Gewalt sein solle, vff beschchcncn vßzug die Hoche Oberkcith zue rcprcff"tiercn vndt alles daö mit cinandercn getrcuwlich vndt vffrichtig bcrathschlagen bclffcn, waß Sh bchEhden vnd Gwißen dem gemeinen lieben Vattcrland vortheilig, fürsteildig vnd ersprießlich crachie>mögind; vndt waß also im Kriegßrath beschlossen, solle den Feldobcrstcn überlassen werden vff daßalß Immer möglich, auch mit höchster Trcuw vndt flchß wcrkstellig zue machen. solle auch behalso formierten Kriegßrath stehen daß vollkhommenc Dircetorinm aller fachen vndt handle», mit »an"'auch aller Ohrten hin vndt wider zue schreybcn, waß sh rathsamb befindend, dcßgleichcn Gsandtsä)"^zue verordnen mit aller nothwcndigcn Instruction, wohin es die nothturfft erfordern möchte; Jte"'feind zue suochcn, anzegrciffcn, znoschlagcn, nachzuciagcn, auch in seinem eigenen land zc verfolgen, ^weniger anstand der waffcn machen, anch den fridcn selbstcn, icdoch anderer gestalten nit dan vff ekhcitliche Ratification, zue schließen. Ermelt Kriegßrath solle auch befelch vndt gwalt haben, in vffmvnd schweren fachen sbcif den ncchstgclegencn Ohrten vndt Oberkhciten Rath vnd Guctachtcn cht'cinzueholen, zcmahlcn allen gctreuwen vattcrländischen Officier vndt Solldaten, deren man sich >" ^vnd anderen zu bedienen, zue sich zue ziehen. Bndt waß Sh also rathcnd, handlcnd, schlicßcndt v>machend, dabch sollen Sh in allweg von den Höchen Oberkhciten getrcuwlich gcschirmbt werde». Cffi ^auch in Haltung des Kricgßralhß die Form bch den Sessionen gebraucht werden wie in der ^

scheu Tagleistung, Namblichcn eines jeden Ohrts bchde Kriegßrath, der Gsandtc vnd HochcIhrer gwohnheit nach bchsammcn sitzen, ie ein Ohrt nach dem andern; ferner sollen die Geordnete O ^Fcldt Hauptlcuth beh icdcm corpus der Kriegßordre halber sich alternatim oder abwcchsellwehß

gleichen haben. Bndt diewcilen dan ein solch schwerer beruoff, Ambt vndt befelch obcrkheitlichc»vndt schirmbS vff allen fahl Hoch von nöthcn, Habendt wir ein billigkhcit sein erachtet, vnß h>e'"^ ^besagten Kriegßrath, darunder sonderbar auch die oberste Feldhauptlcuth begriffe», den gegenwärtige"gemeinen SchirmbbricffS mit einandcrcn zue vergleichen vndt zne vcrcinbahrcn; in krafft desselben »u»sagend vndt versprcchendt wir hicmit, besagten gemeinen Kriegßrath vndt Oberste Feldtmeinlich vndt sonderlich bester Form (wan gleich Ihre vsrichtize Trcnwe vndt wohlgemeinte Actione"