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April 4651,
des französischen Gesandten. I». Bevor sie jedoch zu der Berathnng der für diese Versammlung bestimmtenAngelegenheit übergiengen eröffnete Lueern seinen Entschluß, die auf Onasimodo angcseztc Tagsazung i»Baden nicht zu besuchen, worauf die andern Gesandtschaften verwundert diejenige von Lueern ersuchten,ihre Obrigkeit von einer solchen Söndcrnng abzumahnen, mit der Bemerkung, daß, wenn etwas Wichtigesvorgefallen wäre, der französische Gesandte wohl davon Anzeige gegeben haben würde, bevor sie sich reise-fertig gemacht hätten, r. Nachdem hierauf der savohischc Gesandte, durch einen sechsfache» Ausschuß, je einenDeputirtcn ans jedem Orte, in die Siznng abgeholt, den Abgeordneten die Entschuldigung des Herzogs, be-treffend die Einfachheit seiner Gesandtschaft und die Geringfügigkeit der Gratifikation, vorgetragen und dabei, die Hoffnung ausgesprochen hatte, daß der Herzog nach Erledigung von den große» Kricgskostcn mehr znthun im Stande sein werde, eröffnete er den Wunsch desselben, daß der Bundeevertrag auch auf denersten Sohn des Herzogs erweitert oder in anderer Weise verlängert werden möchte. Hierauf wurde vo»allen Ortsgcsandtcn übereinstimmend erklärt, daß ihre Obrigkeiten und höchsten Gewalten geneigt seien,den Vertrag von 1634 zu erneuern und zwar in der Weise, daß er auf Lebenszeit des jczt regierendenHerzogs und vier Jahre nach seinem Tode gelten solle. Frciburg im Besondcrn macht zur Bedingung,daß der Herzog nicht mehr mit dem Titel eines Grafen von Romont genannt werde, da dessen Vorfahrenauf diese Grafschaft verzichtet haben. Sämmtliche Orte bedingen ferner die Zahlung der ausständigenPensionen und die jährlichen Studcntengcldcr aus, sowie die Partieularansprachcu von dem Oberst Ulrichund von den Herren Amrhhn herrührend, was alles unverzüglich in ein Memorial zusammengestellt undden Orten zugesichert werden solle; ebenso sei die Gardchauptmannschaft wieder in den alten Stand zustellen und die Mannschaft besser zu halten, als seit geraumer Zeit geschehen sei; anderes möge jedes Ortfür sich geltend machen. Die gebührende Beantwortung des vom Herzog eingelangten Schreibens wirddem Stande Lueern überlassen; ebenso die Abfassung von Zuschriften an die Madame Reale, den Mark-grafen von Pianczza als ersten Minister und den Herrn von St. Thomaso als ersten StaatSsccrctär.Schließlich wird die Hoffnung ausgesprochen, daß dieses rcciprokc und ausschließlich defensive Bündnihkeinem Orte zu einer „Alteration" Anlaß geben solle; auch wird von Schwyz empfohlen, die beide»Pläze Pigncrolo und Vcrcclli im Schreiben an den Herzog zn nennen, von Nri an die Gcncralsazungihres Landes erinnert, daß die bundcSwidrige Verwendung der Dicnsttruppcn den Vertrag aufhebe, endlichalles dicß dem Bevollmächtigten des Herzogs mitgcthcilt und von diesem die Bereitwilligkeit ausgesprochen,im Namen seines Herrn den Bund in der Hanptkirchc zu Lueern zn beschwören. — S. Beilage 2.
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Conferenz der evangelischen Orte bei Anlaß der Tagsazung zuBaden. ZA. und Z<». April (5. und 6. April alt. Kal.)
Staatsarchiv Zürich. Allg. Absch. Bd. lSZa, ka!. 170.
Gesandte: Z ü r i ch. Salomon Hirzcl, Bürgermeister; Konrad Wcrdmüller, Sckclmcistcr. BernJoh. Rudolph Willading, Vcnncr; Vincenz Wagner, Vcnncr. Glaruö. Jakob Marti, StatthalterBasel. Joh. Heinrich Falkner. Schaffhausen. J.Jakob Zicgler, Bürgermeister; Joh. Georgvon Mandach, Obherr. Appenzell. Ulrich Schlüpfer, Landammann.