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[3] (1909) Minnelieder und Sprüche : Übertragungen aus deutschen Minnesängern des XII. bis XIV. Jahrhunderts
Entstehung
Seite
149
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Blind und bloss war stets dein spiel:Das merke, wer das merken will,Spräche ich mehr, das war zuviel.

Wünschen und gedenken

Ist dein gefieder,

Das kannst du lenken

Hoch und nieder.

Wer möchte dir entschwenken?

Du fliegest her, du fliegest wider.

Deinen schild lass schauen:

Sein feld ist rot,

Wie man durch die frauen

Kommt in die not,

Dass einer liegt zerhauen,

Der andre leidet schnellen tod.

Wer deinen schild will üben,

Den soll nicht betrüben,

Wenn ihn das kind mit der kröne

Zwinge, dass er folg und frone

Dem tone,

Den uns Paris über see

Brachte von den Griechen

Zu den minnesiechen:

Als sie brachen Trojas Spiegel,

Wer da trug der Minne riegel,

Des Siegel

War nichts als ach und wehl