Wachwort.
Die Oberredaction des Abschiedetvcrkes ficht sich veranlaßt, das Erscheinen des vorliegenden BandesV. 2 mit einigen Worten zu begleiten.
Zunächst ist es ihre schmerzliche Pflicht zu sagen, daß auch der zweite (Haupt-) Redactor des Bandes dessenVeröffentlichung nicht erlebt hat. Herr Conrector vr. Fechter in Basel starb plötzlich in Folge eines Ge-hirnschlages am 1. April 1876 in dem Augenblicke, als er nach zweiundfünfzigjähriger Lehrthätigkeit eben imBegriffe stand, aus der öffentlichen Stellung zurückzutreten und den Nest der Tage in unverpflichteter Mußeseinen Privatstudien und besonders der Pflege der vaterländischen Geschichte zu leben, in Hinsicht auf deren Er-forschung man ihm bereits so vieles verdankte.
Am Abschiedewcrk war Herr Fechter seit der Wiederanhandnahme desselben im Jahr 18S2. also fastein volles Vierteljahrhundert thätig.
Außer dem vorliegenden Bande verdankt man seiner zähen Ausdauer und großen Arbeitskraft dieschon in frühern Jahren erschienenen Bände VII, 1 und VII, 2. Der Verstorbene war mit ganzer Hingebungseiner Aufgabe zugethan und unermüdlich in Ausführung derselben: es bedurfte wahrlich keines geringen Mu-thes, so viele Jahre hindurch neben den andern Berufsgeschäftcn an einer so großen und schweren Aufgabe mitstets gleicher Ausdauer und Liebe zu arbeiten. Das Andenken jdes rastlos thätigen. bescheidenen und hochver-dienten Mannes wird noch lange in der Erinnerung leben und seinen nähern Freunden unvergeßlich sein.
Bei dem Tode Fechters war der Druck des Bandes dem Texte nach znm Abschlüsse gebracht und eserübrigte nur noch, freilich zu gutem Theil, die Erstellung des Registers.
Diese Arbeit mußte nun in andere Hände gelegt werden: dadurch trat in die Druckvollendung und Ver-öffentlichung des Bandes eine ziemliche Verzögerung, und diesem Umstand ist es mit beizumessen, daß dieDruckdaten der beiden, separat gehefteten Abtheilungen, aus denen der voluminöse Band besteht, volle zweiJahre aus einander liegen und das Erscheinen erst in das Jahr 1877 fällt, während das Vorwort bereits imJahr 1374 geschrieben und gedruckt war.
Die nicht unerhebliche Zahl von Druckfehlern rührt zum größten Theil davon her, daß einzelne Cor-recturcn beim Abziehen seitens des Setzers unberichtiget geblieben sind.
Bern, im März 1877.
Oberredaction.