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5,2,b (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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^». und den 18. uff den Abend zu Münster, Gott Lob, glücklichen und wol angelangt, allwo ich ein paar TagW thuen gehabt, ob wir ein Losament bekommen und uns ein wenig einrichten können.

Den 20. Hab ich beim Hertzog von Longueville umb Audicntz angehalten, welcher mir die Stundtfolgenden Tag umb II Uhren angesetzt; habe also bei Ihr Durchlaucht auf selbige Stundt die Pro-W'sition gethan, wie die Bcilag Nr. l auffweifft. Warübcr nach verrichteten Eomplimenten Ihr Durch-sucht crzehlet, tvie Franckreich gegen dem Hauff Oesterreich procedirt, und wie selbigs so milt von Franck-w»ch tractiert worden, dann anstatt sie solchem das Landt mit Gewalt, als Feinden, abgetrungcn und eswol solchergstaltcn erhalten können, haben sie doch lieber wollen es mit Freundtlichkheit denen abcr-^»dlen und bezahlen. Wieviel mehr dann der König und sie in dessen Nammen geneigt sein sollen, uns^ dero Pundtsgenossen, beh allen unfern Rechten und Gerechtigkeiten zu erhalten, und finde mehr dann^iich, daff inan uns wegen unserer Prätension auf Hüningen eintweders vom ersten Gelt, so Oesterreichliefert werde, bezahle oder uns das Underpfandt widerumb zustelle. Wegen der Speyrischen Processenw"e seines Erachtens das beste, es bcy den Herren Kehserlichen Plenipotcntiariis anzubringen und mit^er Eivilitet die Abschaffung derselbigcn zu begehren; tvcrdc man dann künfftigs Ihrer Mahestct Assistenz^brfst'n, molle er solche zulcisten allezeit lvillig und bereit sein, und das umb soviel desto mehr, weilenals eines Ehdtgnoffen, für den er sich achte, eigen Interesse darbeh versire. Was den begehrten^"schluff im Frieden berüehre, habe er dessen Befehl vom König; vermeinte man aber, daff es mit meh-Umbständen. als etwan vor disem, bcschehen sollte, möchte man solches, in ein kurtzes Memorial ver-jhme zustellen, wolle er abermahl thucn und antuenden, was in seinem Vermögen sehe, welches er^'»Ut bester Forinb wolle offerirt haben. Noch selbigen Nachmittag den 21. habe ich beh Monsr. Comte^ivaulx umb Audicntz angehalten, der mir solche Morgens den 22. umb 3 Uhren Nachmittag bcstimbt.^ ich nun auff bcmelte Zeit und Stundt bcy Ihr Excellenz den Vortrag eben des Inhalts, auhert den^werten, tvie bei dem Hertzogen gethan, hat er auch vast in der Form, tvie Ihr Durchlaucht, beantwor-^ und sonderlich unser Prätension auf Hüningen gebillichet, tvie auch was wegen unserer Rechten und. ^chtigkheiten in den vercnderten Vorlanden für Vorbehalt beschehen, und ihmc gantz tvol gefallen lassen,Rt die Speherischc Sach beh den Herren Kehserlichen möchte angebracht werden, und darbeh die HH. Ehdt-^ussen seiner Diensten versichert.

Den 23. Hab ich auf vorhergehende Ersuchung und Einlieferung der Credentialicn. welches auch beh beedengehenden Herren beschehen, beh Herrn Graven Maximilian von Trautmannsdorff. Hrn. Johann Ludwigrnven zu Nassau, beeden Rittern des guldin Flüffes. und Hrn. Jsaac Vollmer. Röm. Kehserl. Mahestät gc-^'"en Rath, gegen 11 Uhren Vormittag Audicntz gehabt und beh denen den Vortrag abgelegt, wie beyliegcndeSchrift 2 sich hält. Worauf die Herren einen Seitstritt genommen und durch Hrn. Vollmercn mich^nacher »echst den Eurialibus beantwortet: Sie hettcn vernommen, tvas in Nammen der Stadt Basel und^"ptlich Ehdtgnoffschafft ich hette für- und angebracht, und weren sehr geneigt mich so balden mit willfährigem^)eid widerumb abzufertigen. Nachdem«: aber dieses ein Werckh, das das Ehurfürstlichc Collegium und die°M»>bten Reichs-Ständc ansehe, so wolle die Nothurfft erfordern, es denselbigen zu communiciren. Ziun seheein Theil allster, der «rndere aber zu Offnabrugg gesessen, nmßen es sich etwas verweilen werde. Sie^n aber das Geschäfft möglichst befürderen, und werde ich mich underdessen zu gedulden wissen in Hoffnung.^ werde solche Antwort und Beschcidt heraus kommen, dessen gesamptc lvbl. Ehdtgnoffschafft werde zufriden»lögen. Nach gcthaner gebührlicher Dancksagung schleüniger Audicntz und gebettener nochmaliger Befür-und darguf genommenem Abschcidt habe ich noch selbigen Abendt beh Hrn. Vollmern umb sonderbare^ wntz anhalten lassen, die er mir Morgens gegen 11 Uhren auch verstattet, und nachdem ich ihmc dasinsonderheit rccommcndirt und das Memorial meiner Proposition zugcstclt, hat er angezeigt, er hette