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5,2,b (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
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sind; jund sollj ein jedes Mensch, welches Hann ungehorsamb befunden, unnachlcßlich bei obgcmclter Buoß ist'strafft werden.

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Item wir haben auch angesehen, daß Mans- und Weibspersonen, Jung und Alts, was dan insonderheit14 Jahr und darob alt ist, welcher Religion und Glauben es sehe, sich aller järlichen in der Fasten biß stden heyl. Ostcrtagcn seinem Pfarrherrn und Prcdicanten ir Gebett öffnen, namblich das Vater Unser, das MMaria, den christlichen Glauben und zehcn Gebott, swclchcs alle Sontäg ab der Cantzlcn inen öffentlich vor'gebettet werden. Damit auch kein Parthey die ander an irem Gottsdienst in der Kirch irre oder vcrhindcwist im Besten angesehen, daß die Prcdicanten ihre Kilchhörinen vor Mitterfastcn zue Bct hören, also daß ^zue Mittcrfasten fertig seyen; dieselben sollen auch erst anfangen zue Bet hören, wan die Priester mit de"Acmbtern der h. Rieß fertig sindt. Darzuc sollen alle Priester und Prcdicanten alle die beichten und bcttc»'Frömbdc und Heimbsche, auffschrciben und der Oberkheit überantworten, damit dieselben sehen köndcn, ob wo"Gehorsamb gethan oder nit. Welcher oder welche ungehorsamb erfunden, sollen umb fünff Pfund Pfennig st'strafft tvcrdcn oder höchcr, je nach Gestalt der Sachen umb jedes Verdienen.

11.

Item so gebiethcn und wollen wir auch, daß meniglich den anderen noch Lauth und Inhalt des LanU-'fridens ungetratzt, ungeschmecht und fürnemblich hinder dem Wein nichts disputieren, auch wan man dasder h. Rieß haltet oder die Priester über die Grcber gchent, daß die Neüglüubigen, es seyen Alan- oder WestsPcrsohnen, Jung oder Alt ssolchej unvcrspott, ruhivig und unüberloffen lassen und außcrthalb der Kirchsbleiben, biß der Priester seinen Gottsdicnst nach alter christlicher Ordnung volbracht und die alten El'r'ste"aus der Kirchen gangen, bey fünff Pfund Pfenning Buoß von jeder Persohn, so offt die darwider thttndt, ^seyc dan Sach, daß Einer oder mehr zue den alten Gläubigen in die Kirchen wolt und thuen, wie ein G»'^thuen soll, wie dan ein Jedes vermög des Landtsfridcns freie Erlaubtnuß von meniglichen unverhindertFuog, Macht und Gwalt hat ze thuen. Es möcht auch ein Jeder oder mehr so frcffcnlich und unbescheidenstdarwider handlen, man wurde die weiter irem Verdienen nach straffen. Alan soll auch den Ncüglaübigen »^vor noch ehe in die Kirchen lcüthen, biß die Altgleübigen daraus gangen sind. Zuegleich söllcnt auch die ^glcübigcn in der Kirchen an irem Gottsdicnst unvcrspottct, rühwig und unüberloffen vcrbleybcn in Gestalt »"Rlaß, wie obstcht, bei gesetzter Buoß. Es sollen auch die Altgleübigen ircn Gottsdicnst von St. MistelKstbis zue Mittcrfasten am Morgen umb 8 Uhren anfangen und von Mitterfastcn bis wider an St. Michel-^umb siben Uhren ansahen und, wan sie mit Verrichtung derselben fertig, mögen dan die der anderen Rclisi»'ihren Gottsdienst auch anfangen.

12.

Item es soll kein Wirth an Son- und Pannen Fcyertägcn memandt weder zue essen noch zue trst^geben, vor und ehe man allerdingcn in der Kirchen fertig ist, es sehen dan Lcüth, die über Fcldt zieben;das nit gehalten, soll der Gast umb ein Pfund Pfenning, der Wirth umb zweyfache Buoß gestrafft werde».

13.

Item wir wöllen auch, daß die Ucberflüssigkheit in dem Trinkhen und Zechen vermiten bleib, sonder stmemandt, weder Man- noch Weibspersonen, Jung noch Alts, vor zehcn Uhren nit in das Wirthshaus eg'^'weder an Son-, Fcycr- noch Wcrkhtägcn, und so auch schon noch diser Zeit sie dorm giengcn, sollenlcnger nit, dan biß auf die acht Stund gegen Abcnt zechen, aber wol mag man frembdcn Lcüthen zu»'Geselschafft leisten und hierin kein Gefahr brauchen. Darncbcns weil schon auch zu solcher Zeit z»e -st '