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5,2,b (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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in Jlanz oder in Chur, und soll die erste Bezalung anfachen uff St. Jörgen, nachdem dißc gegenwürtigcArtickcl bekrefftiget und versiglet werdent.

Zum Achtzehnten. Und damit der Herren in den Pündtcn Kinder in guoten Künsten und in guoter Lei»ufferzogen und erhalten werdent, so würdt Jro Maiestet inen thuon zu bezalen das notwendige Stipendiu»'für zwelff Schuoler den gesagten Pündten, so diße Artickel annemment, welche Zal soll abgetheilt werde»nach der Größe und Gestaltsamme der Landen; die sollendt studieren in der Statt Meylandt oder Paviasollent genennet werden mit Bewilligung des Ambassadoren oder desselbigcn Verwalters, so im NammenMaicstet in den gemeltcn Pündten residieren würdt, und hierin soll gehalten werden eben der Bruch, wie »"'den katholischen eydtgnossischen Orthen.

Zum Neunzehnten. Es verglichent sich beide Theil für sich und ire Underthoncn, sowohl Ire Maicstet a>-des Grauwen Pundts, wie auch für die zwen Pündt oder Gmeindcn, die diße Artickel bestettcn werdent, dal'der frh Kouff und Louff von einem Staudt und Landt zuo dem anderen gegenmäßig sige, und solle zuogegelm»und fry sin, und sy mögcndt mit allerlei irem Kouffnianschaz, Wehr und Waaffcn und Gtteter durchzüchcn »»^den Durchzug haben, handlen, kousien, verkouffcn und hinweg füeren ohne einzige Beschwernuß noch Hindern»!"vorbehalten allein, daß im Herzogtumb Meylandt man nit soll hinweg ficren Riß und Korn ohne die Erlausnus, wie hierundcn vermeldet würdt, und daß man die gewonlichen, ordcnlichen und gebürlichcn Zöll bezahlund daß jedcrman gefryet sige, seine Kouffmannsgücter zuo füeren durch die Landt der Herren von de»Pündtcn, wie einem jeden gefallen würt, daß man aber nit widcrhandle der Pündtnuß mit den Herren Eydtgnoßcn. In allen dißcn und ouch wie man in dißcm Herzogthumb wandten und leben solle, soll manalles das halten, was mit den protestierenden Underthoncn der catholischen mit Jrer catholischen Maiestet vcrpündeten Eydtgnosscn gehalten würdt. Ire Maiestet verwilliget ouch und gibt zuo, daß die Herren vomPundt ihre Underthoncn und die von den anderen zweyen Pündten oder Gmeinden, die hierzu» stimmendent, daß sy zuo allen Zeiten gen Como, Canobio, Gravadona und Gerra und andtertstwo in das Herzogth»'"Meyland mögcndt kommen und uffkouffen allerlei Koren, Weizen, Nyß, Rocken, Hirsch und Wein für sin cyg^Bruch und für sein Haußhaab ohne einzige Hindernuß. Es sol aber nicmandt kousien zuo verkouffcnKouffmanschaz zuo triben, und sol man ein Urkundt bringen von der Oberkeit, do er seßhasit ist, und a»^halten, was mit den catholischen Herren Eydtgnosscn, die mit Jhro Maicstet vcrpündt seindt, und ircn U»dc»thonen gcbrüchlich ist; es soll ouch niemant beschwärt werden mehr, dann die Herren Eydtgnosscn.

Zum Zwanzigsten. Moser daß inkünfftigen etwas Myßverstandt oder Zweytracht zwyschent Jrer Riatt!und denselbigen Pündten, die diße gegenwürttigc Artickel bestettent, infallen wurde, sollendt von jedem4 Spruchlcüth erwelt und gcncnnct werden, wclichc sollendt zuo Klevcn oder zuo Sorico zuosammcn koM»»"'mit dißcr Erleütherung, daß im sömlichcn Fall sol man alzeit in dessen Landt zuosammcn kommen, da ^Antworter ist, und so etwas Spans und Zwytracht zwüschcndt bcsonderbarcn Personen schweben thuot, s»^Kläger Gericht und Recht suochen vor der Oberkeit des Antworters, wie man ouch thuot mit den Herren E»gnossen, mit Jhro Maicstet verpündet.

Zum Einundzwanzigsten. Wir vom Obern Grauwen Pundt in unseren Nammen und der zweyen P"" ^oder Gmeindcn, die zuo uns ston werdent in dißem-gegenwärtigen Vertrag, crklärcndt, daß durch dißcund durch Alles, so hierin begriffen ist, wollcnt wir, daß kein Abbruch weder Nachteil in keinem einzigen ^ ^nit gcschechcn solle dem ewigen Fryden, noch der Pündtnuß, noch dem Reverß Briefs, wcliche wir »ick ^Allcrchristenlichsten Chron Franckreich habendi, sonder wir wellcnt, daß dieselbigen sollent in allen Chrefftc»Würden verblyben. -

Zuin Zwciundzwanzigsten. Daß diße gegenwärtige Artickcl und Alles, was dorin begriffen ist, alsdohar flüßt von dem ewigen erblichen Fryden und Pündtnus mit dem Durchleüchtigisten Hauß Oestcreich^