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Ratification des Jnnsbrnckischen Traetats durch Kaiser Ferdinand III, 1637, 28. März.
Fcrdinandt der Dritt, von (Rottes Gnaden erwählter Römischer Kaiser, zu allen Zeiten Mehrer desReichs.
Orsaine, Liebe, Gcthrewe, demnach Wir Uns; auf iüngstervolgteö christseligistes Hinschaiden weilandt des^chleüchtigisten Fürsten und Herrn, Herrn Fcrdinandi deS andern, Römischen Kaisers, Unßers srenndt-geliebten Herrn und Patters hochseeligister Gedächtnns, nmbständtlich gehvrsamist referieren lassen,^as; ein Zeitt hero mit der Durchleüchtigen Hochgebornen Clandiä, verwittibten Erzherzogin zu Oesterreich""d Unserer lieben Muhm und Fürstin, auch dem zu Jnsprngg residierenden Königlichen Hispanischen DonAderige» Enrignez durch Ewerc dahin Abgeordnete, sowohl die Renovat- und 'Moderation der hicöor ans-Arichten „nd hochbeteürten Erbainignng, und was deine anhängig, als fürnemblich in den Religions-dUlicten n,id deren Freystellnng, auch öeranlaßter Elvererseits vorhabender Abschaffung der in Ewerein""dt annoch ligenden Franzosen tractiert und beschlossen, waßmassen alich solches alles von besagtem"Heren, geliebten Herrn nnd Patter» genemb gehalten, ratificiert und von der Erzherzogin L. Euch ver-""^ßterninßen notificiert nnd znegeferttiget worden, Wir aber seither» allergnedigist verstanden, Ihr Ewere^"enibwürdig gefaßte Intention »nnmehr zu Werckh zu sezen in tstotv begriffen, Euch aber mit obange-^ßtcr von der Erzherzogin L. evmmnnicierter, höchstgedachts nnßers freündtlichen geliebtei; Herrn nnd' ücrs nnd Antecessoris am Reich ergangner Consirmation bemelten Tract»rts, fürnemblich den Rcligions-"cten betresfeiidt, nit wol begnüeget nnd unsere »absonderliche Ratification zu haben Perlangen traget.^ Dieweiln Wir dann »nnmehr durch die Gnadt Gottes die Kayserliche Regierung »rngetrettcn, ancl) derfürstlichen Pupillen Principal Gerh»rb^) sein, und dasienige, w»rs mehrbemelter Unßer frenndtlicher ge-' Herr und Patter von Unßers Erzhanses ivegen lobivürdig stabiliert oder gnett gehaissen, >;i»chtder zii eonfirmieren nnd handtzuhaben allergnedigist gewillt, znmahlen Uns; dahin zu bestcißeu, wie all-l '""'er guetter Ruehe- und Wolstandt gepflanzet, zwischei» Unßerm lobli»chen Hauß, auch Fürstli»cher Graff-^ Dyrol und Euch gnctte Perständtnns und fricdtliebende Nachpars»chafft »gepflogen, fürnemblich auchhochbcteürte Erbainignng, zu deren Perlezung Unßers Wissens disseits ainüche Uhrsach nie gegeben^dc», no»ch fürter unverbrü»chlich zu erhalten» Also haben wir Euch solchcmnach gnedigist erinnerndaß Wir ebenfalls alles das, wessen sich der Erzherzogin Claudiae L. in angeregtem Tractat oder'^"dlung gegen Euch und Ewern Abgeordneten erclärt und vernemmen l»rssen, allermaßeu höchstgedachter. frenndtlicher gcliebster Herr nnd Pater gethan, allergnedigist placidiern, »genemb halten und ratifstdaß ancl) die begerte Freystellung der Religio» in dem Prettegew und lindern Engedin betreffend. ^ü der catholischen Zicligion und deren frcyen Hebung zugleich diejchnigen, welche derselben nit zuge-bey Ihre»; Glauben, Kircheingebrcüchen und Ceremonien, lvie sie dieselbe bis dahero im Brauch^"bt, frey nnverhindcrt gelassen lverdeu sollen, jedoch daß hergcgen dasichnige, was nach Lauth von'^rcrnnnwr Erzherzogin L. Ewern Abgeordneten wegen der Erzfürstlichen politischen, knndtlich und ofsen-Ober- und Landtsfürstlichen Herrligkaiten, auch Recht nnd Gerechtigkaiten neben andern inserierten
<'onnund.