14Reicher, Vermögender der Erde! findestdu in diesem so überzeugenden Gebote dieVerdammung deines gefühllosen Herzens, dieVerdammung deiner Unmenschlichkeit, deinerhimmelschreienden Ungerechtigkeit? Mit wievielen Diebstählen, Beuten und Räubereiengegen den Armen beladen, wirst du nicht vordem erschrecklichen Richterstuhle Gottes er-scheinen? Ich nenne es Raub, Diebstahl,diesen Ueberfluß, dieses Eigenthum, diesesErbtheil der Armen, das du so gottlos ver-schwendest, womit du zum Aergernisse einerganzen Gemeinde deine Leidenschaften befriedi-geſt. Der Ueberfluß des Reichen, iſtdas Nöthige dem Armen.*) Es ist dasBrodt des Hungerigen, der Trank des Dur-stigen, das Kleid des Nackenden, der Unter-richt des Unwissenden. Man besitzt frem-des Gut, wenn man Ueberfluß inHaͤnden hat. **) Es ist kein Unter-schied unter einem Diebstahle und*) Augustin.**) Ebend.
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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
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