12Gott als der höchste Gebieter und Beherr-scher, hat das unläugbare Recht, diese Abga-ben von euch zu fordern; und wir können sieihm nicht ohne die größte und des letzten Höl-lenfluches würdige Ungerechtigkeit versagen.Aber wie, höchster Besitzer, einziger Ausspen-der aller Güter! wie bedarfst du denn unsererFreigebigkeit? Nein, ich bedarf keines Geschö-pfes, ich besitze in mir selbst die Fülle allerGüter; die Armen und Nothleidenden sind es,die in meine Stelle eingetreten sind. Nur:zum Wohl der Verlaſſenen habe ich mich die-ses Rechts begeben. Den Armen sollt ihrdie mir schuldigen Abgaben geben; in meinemNamen begehren sie das, was ich mit Rechtvon euch fordern könnte. Verschließedein Ohr nicht dem Armen, zahledeine Schulden, *) Es ist eine Schuld,die ihr zahlen; eine Schatzung, die ihr abge-ben müsset. Ich habe euch einen besondernBefehl ertheilet: Wegen des Gebotssollst du den Armen aufnehmen.* Eccles. IV. 8.**) Ebend. XXIX. 12.
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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
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