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Juli 1647.
Gesandten der fünf katholischen Orte erklären sich ohne Instruction. In einein Schreiben werden dichOrte ersucht, jenes Project anzunehmen oder zu Beilegung des Streites mit der Gegenpartei zusammen;"'treten. Letzteres wird auch Zürich anempfohlen, tt. (S. u. Baden.)
Verhandlungen der katholischen Orte.
K»U». (VII katholische Orte.j Solothurn bringt zur Sprache, was dem Bischof von Basel von dc»Bielern des Eidschwures halber begegnet ist. — Es wird au den Bischof geschrieben, er solle die Deprcca-tion der Vieler, zu welcher dieselben wohl disponiert werdeil könnten, annehmen. — Solothurn wird ersucht,mit dem Bischof über die Sache mündlich zu verhandeln, w. (IX katholische Orte.j Damit den Beschwerlich'ketten, welche den Klöstern, Spitälern und den Geistlichen und Weltlichen von Seiten Zürichs durch Arrestund andere Maßnahmen zugefügt werden, desto besser abgeholfen werde, sollen die Kläger ihre Beschwerde»jedem katholischen Orte schriftlich zustellen. (S. u. Baden.) xx. sIX katholische Orte.j Sebasti»»
Mettler zu Art bittet um Wappen und Fenster in sein neu erbautes Wirthshaus. Nnterwaldeu
dem Wald bittet abermals um Fenster und Wappen in das neu erbaute Capucinerkloster. Freiburg wstligt sofort in das Begehren ein; die übrigen Gesandten nehmen es in de» Abschied. 55. An die katholische»Vündner wird noch besonders geschrieben und denselben tröstlich zugesprochen, sie sollten sich, wenn auf dc>»Beitag ihre Sachen eine schlimme Wendung nähmen, auf die gütliche oder rechtliche Jnterposition dckOrte beziehen und dadurch einen Aufschub zu gewinnen suchen. Es sind hierauf von dem Bischof zu Ch>»und den Katholischen von Samaniaun Schreiben eingelangt, enthaltend Beschwerden über das Versaht»der Calvinischen in St. Maria und im Nntercngadin gegenüber den Capucinern. Zu St. Maria nämlichwurde deren Hospiz geplündert und dem Capuciner der Eingang verwehrt, er selber thätlich mißhandelt'Man schreibt dcßhalb an die III Bünde, man habe dergleichen Proceduren, wie sie an etlichen Orten vor-gefallen, nicht erwartet und ersuche „ein solches Temperamentum bei der prätendierten Abschaffung etlicheVäter Capuciner zu ergreifen," daß Frieden und Ruhe gesichert seien. Dem Bischof wird in einem Schrä-ken bemerkt, daß es vielleicht gut gewesen wäre, wenn man den Rath der katholischen Gesandten, die a»!jüngstem Veitag gewesen seien, befolgt und den Pater Hhaciuth zum Abzug disponiert Hütte. Zugleichüberschickt man dem Bischof das Schreiben an die III Bünde und überläßt ihm dessen Bestellung. De>»Auditor des verstorbenen Nuntius Sacrati, Jakob Villani, welcher das bischöfliche Schreiben übersäst^und es mit einein eigenen begleitet hat, wird gebührend geantwortet. Die fünf Orte und katholisch Glaru^(die Gesandten von Freiburg, Solothurn und Appenzell-Jnnerrhoden sind bereits abgereist) nehmen dara»Anstoß, daß Villani sich in seinem Schreiben als Internuntius unterschreibt. Die Obrigkeiten sollen ihr^Meinung, „wie die Sache mit Manier abgeschafft werden könne", Lucern überschicken. (Die VI
Spanien verbündeten Orte.j Dem Oberst Crivelli, welcher der Zeit im 'Namen des Königs anwesend istsoll aufgetragen werden, er solle sich so bald als möglich zu seinem Regiment nach Italien begeben u»?bei dem Gubernator und den übrigen Ministem die nothwendigen Schritte thun, daß die Obrigkeiten u>stdas Regiment für ihre Ansprachen befriedigt werden. Wenn bis zu Ansang Septembers den Obrigkeit»»und dem Regiment nicht gebührende Satisfaction geschehe, so werde die projectierte Gesandtschaft nachMailand mit dein bereits beschlossenen Befehl ausgeführt werden. Weil die evangelischen Orte st"
die Gesandtschaft nach Frankreich nicht stimmen wollen, so könnte man bei der Abordnung nach Jnnsbrusich ebenfalls von ihnen trennen und erklären, daß die katholischen Orte an den einen und den andernbesonders Gesandte schicken werden, falls die Evangelischen sich nicht auch an der Gesandtschaft nach Fraist'