Juni 1643.
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U,. Nach vorangegangener gegenseitiger Begrüßung wird das von Marx Jakob von Schönau übcr-^bene und vom Grafen von KönigSeck niündlich iviederholte Ansuchen der Erzherzogin Clandia um Snccurs fürInstanz verlesen. Die Anivälte der Erzherzogin wünschen zn vernehmen, ob diese Stadt sich ans den^uccurs der Orte verlassen könne, oder was man von denselben hoffen dürfe, in? Falle gegen die Stadtdem Neichsboden oder aus Seite des Paradieses ein Angriff verflicht werden sollte. Die Gesandten''"d der Ansicht, daß die definitive Erklärung darüber von jedes Ortes höchster Gewalt ausgehen müsse.
erklärt, daß es sich an der Bcrathnng nicht weiter betheiligen könne, da es die Sache nicht vor diebändige Gewalt habe bringen können. Obgleich auch andere Gesandte sich an Uri anschließen, so wirdda man überzeugt ist, daß die Herren und Obern diesen? Platze große Wichtigkeit beilege!? und der^gMen Sicherheit wegen nicht zugeben können, daß derselbe ii? andere Hände falle, davon geredet, was für^'ttcl unter solchen Umständen zi? ergreifen sein möchte,?. I» erster Linie läßt man es bei den? jüngst zugefaßte,? Beschlüsse verbleiben, daß man niemanden gestatte,? wolle den Fuß auf eidgcmössischens^en zun: A>?griff aus Constanz zu setzen. Wenn aber Oesterreich so sehr ii? die Orte dringe, so verwnn-^ man sich, - daß eS denselben keine Mittel vorschlage, um das zu erreiche??, was es wünsche, was viel-durch eiuen Zusatz der sieben den Thurgan regierenden oder der zehn Orte geschehe,? könnte. Man^winbart sich endlich dahin, mit den? Herrn von Schönau in eim Conferenz zusammenzutreten, damit denBaden reisenden Gesandten ein definitiver Befehl crtheilt werden könne. 'Zum Abgeordneten für diese^ufcrcnz wird Heinrich Fleckeustein bezeichnet. Zugleich werden die Obrigkeiten ersucht, darüber nachzn-^kei?, yg ^^ser Privatconfcrenz keine erhebliche,? Mittel vorgeschlagen oder subministriert
sollten, die Sache liegen lassen oder was für Entschlüsse man weiter fassen wolle, damit man nichts,'^bsciume. I». Es wird die Gesandtschaft nach Frankreich zur Sprache gebracht, und wie es zugegangendaß sie eingestellt hat. Obgleich eS bekannt ist, welches die Ursachen der Einstellung sind und man^ ^ache unter so bewandten Umständen einstweilen nicht ändern kann, so sind die Herren und Obern dochder Meinung, daß man sie liegen lassen solle, sondern daß man zn Baden zu vernehmen suche,"^'ui die Antwort, auf die man die Orte vertröstet habe, bestehe. Fällt dieselbe so aus, daß den billigensichwcrden abgeholfen wird, so werde wohl kein Ort auf der Abschickung der Gesandtschaft beharre,?; wenn^ der Ambassador keine befriedigende Antwort geben sollte, so werde man derselben ihren Fortgang lassen,Baden über die Abreise und die Instruction besprechen und sich über die erforderlichen Schreiben)^Mdigen, wobei namentlich die die Religion betreffenden Punkte nicht zn vergessen seien. Weil es sichgeziemt, wegen des Todes des Königs zu condoliercn und die Königin als Regcntin und den jungenZu beglückwünschen, so soll dieß allein Andern vorangehen, v, «I. (S. u. Thurgau.) v. Wenn. aus der Tagsatzung zn Baden auf die Behandlung der Religionsbeschwerdcn dringen wird, so soll'derlei beobachtet werden: Erstens, wenn es diese Zwistigkcir vor den Standes- und Hauptgeschäften be-,^elt wissen wolle, so soll man eininüthig sich diesen? Begehren widersetzen; zweitens soll man, wenn es^'cu Behandlung kommt, ihn? das Anerbieten machen, da es sich um nichts Anderes als um Zwistig-Zwischen den Unterthanen handle, die Parteien zu verhören und darüber entscheiden zu helfen, damitkqz ^Wüschen Orte nicht etwa zu einer Partei machen könne, t. Da der Gubernator zu Linda?, auf'christliche Ansuchen um Abstellung der Zvllssteigerung die Orte an höhern Ort gewiesen hat, so soll» bavvn geredet werden, ob man die Sache an den Kaiser selbst wolle gelangen lassen. A. (S.' ^udris.) I». (S. ?,. Vier ennetbirg. Vogteien überh.) i. (S. u. Sargans.) Ii. (S. u. Baden.)