October 1641.
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^geschickte Schreiben verlesen, in welchem der Kaiser seine Befriedigung über den Beschluß der Zurückbe-uchlng des eidgenössischen Kriegsvolkes aus Frankreich ausdrückt und diese Orte ersucht, auch die übrigensür diesen Beschluß zu gewinnen. 2) Ferner wird ein Schreiben des spanischen Ambassadors Casati verlesen,worin derselbe die Gesandten ermahnt, die Anwendung derjenigen Mittel eintreten zu lassen, über welchedie Mehrzahl der mit Spanien verbündeten Orte zu Baden erklärt habe, und das eidgenössische VolkZurückzurufen. 3) Drittens tritt Vigier, der königliche Secretarius und Dolmetscher, mit einem andern Abge-beten vor die Versammlung und eröffnet im Namen des französischen Ambassadors erstens auf die vonBurgundern vorgebrachten Klagen, die Franzosen hätten ihnen einige Schlösser zerstört, daß dieselbenbegen ihr zu Baden gegebenes Wort in Frankreich mehrere Dörfer verbrannt hätten. In Betreff der inbus Schloß Delsberg gelegten Salvagarde erklärt er, daß der König dieß übel aufnehmen werde, da dasschloß unter seiner Protection stehe; man möchte dieselbe zurückziehen, widrigenfalls der Bischof darunterZU leiden haben würde. Uebrigcns sei dein Bischof sein ganzes Einkommen mit Ausnahme der EisenschmclzeMtuiert worden; zwei Schlösser seien wieder in seinem Besitze, und daß auch das dritte wieder in seinen^>itz komme, dafür werde der Ambassador sein Möglichstes thun. Endlich stellt derselbe die Suspension^ Waffen, die völlige Zufriedenstellung des Bischofs von Basel und die Bezahlung einer Pension und derBerdienstgelder in nahe Aussicht. Dem französischen Ambassador wird geantwortet, daß man die Salva-garde allein zu dem Zwecke nach Delsberg verlegt habe, um den Streifzügcn der Burgunder in die bischöf-Lande und auch den Feindseligkeiten anderer kriegführenden Parteien zu begegnen. Sollte der Am-bassador hinlängliche Versicherung für das Aushören aller künftigen Belästigungen geben können, wenn diesalvagarde zurückgezogen werde, so würden die Herren und Obern sich wohl zur Zurückziehung verstehen,bothurn wird ersucht, davon dem Bischof und Freiburg Kenntniß zu geben, und was vom französischen^abassador oder anderswoher an dasselbe deßwegen gelangen werde, Lucern mitzutheilen. Auf die AusrageGesandtschaft Solothurns, wessen sich ihre Herren und Obern von den Orten zu versehen haben, wennSalvagarde zu Delsberg „ein Affront oder Unfug" begegnen sollte, verweist man dieselbe auf die schonZu wiederholten Malen gegebenen Erklärungen. Eine Verstärkung der Salvagarde durch einen Mann ausWde»l der verbündeten Orte wird nicht für nothwcndig erachtet. Es wird auch die Frage aufgeworfen, ob'"cht die Orte selbst Frankreich die Mittel zur Verheerung der Freigrafschaft Burgund dadurch in die Handlieben hätten, daß sie ihr Kriegsvolk in Frankreich lassen. Da man aber dermalen die Gelegenheit zur Eröff-"""g der obrigkeitlichen Erklärung wegen dieses Kriegsvolkes nicht für Passend erachtet, so wird es demblieben eines jeden Ortes anheimgestellt, sein Gutachten darüber Lncern mitzutheilen. — Die SchreibenKaisers und des Grafen Casati werden zu Händen der Obrigkeiten in den Abschied genommen. «. (S.Baden.) t. Der Nuntius giebt den Gesandten in einem Schreiben Kenntniß von dem Kriege, welchen^ Papst gegen den Herzog von Parma begonnen hat. zx. Solothurn trägt darauf an, Zürich anzu-"'"hnen, daß es die zwei an die Obersten und Hauptleute in Frankreich jüngst zn Baden dceretierten Schrci-beförderlichst abgehen lasse. Es erheben sich dagegen einige Bedenken, weil etliche Orte in ihren Er-^"rungen weiter gegangen seien und es denselben anheimgcstellt worden sei, diese Erklärungen unter ihrem^""wn abgehen zu lasse». Ii. (S. u. Thurgau.) i. It. (S. u. Baden.) I. (S. u. Mendris.) ,»». Es^rd Snpplication eingelegt, die Gesandten möchten durch ihre Vermittlung dahin wirken, daß der^'Zurichtenden Post aus Jtalieu Vorschub durch die Orte geleistet werde. Man zweifelt nicht daran, daß^ Herren und Obern durch ihre eigenen Lande derselben Paß und Repaß gestatten werden. Ii: Betreff