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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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1201
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Juni 1641. Z201

Harren solle. Ohne höchste Gefahr dürften sie sich nicht von ihnen trennen. Die Gesandten bezeugen^ Ausschüssen ihr großes Mißfallen über diesen Bescheid, ermahnen sie, solches der Bauersame mitzu-und sie zu der vorigen Erklärung zu bewegen. — Auf dieses hin versammeln die Ausschüsse dieBauersame und theilcu ihr solches mit; die^Verwirrung aber unter ihnen ist so groß, daß nichts^gerichtet werden kann. Die Ausschüsse aus dem untern Aargau erklären hierauf für sich besonders, sietteu ^ut des Mandats den tausendsten Pfenning zu steuern; mau möchte ihnen aber gestatten, diese^uer durch zwei bei ihnen schon gewöhnliche Steuern zu zahlen. Falls die Summe nicht erreicht würde,Meu sie selbige durch einen weitern Zusammenschuß ergänzen; die bisherige Verweigerung möchte maugnädigst verzeihen. Bei dem Zuge nach Thun seien sie nicht bcthciligt. — Mit diesen wird hieraufInders verhandelt. — Freitag den 21. nach der Morgcnprcdigt bleiben die Gesandten, die Deputierten^ Bern und alle Gemeindcausschttsse in der Kirche. Zuerst bringen die Deputierten von Bern ihre Klage^ und begeben sich dann aus das Schloß. Hernach sprechen die Gesandten der Bauersame ernstlich zu^klären ihr, daß sie sich vor Gott für entschuldigt halten, falls ihnen nicht zu rathcn sei und deßhalb^ ^il entstehen würde. — Confusion unter der Bauersame. Endlich tritt ein Bauer auf und bittet die^«ndten, sie möchten auf Mittel denken, wie sie mit der Obrigkeit versöhnt werden möchten. „Wer dieser^"'uig ist," rief er, „folge mir nach!" Ihm folgt die Mehrzahl nach. — Die Gesandten begeben sichWirthshaus, wo sie nach genossenem Jmbismahl die Cvmpositionsmittel zu Papier bringenH>i Deputierten von Bern mittheilen; diese genehmigen dieselben. — Samstag den 22. werden die^richten Artikel den in der Kirche versammelten Bauern verlesen und von ihnen mit Dank angenommen^ ^ ^ Obrigkeit um gänzliche Genehmigung anzuhalten. Den Bauern wird dieß versprochenZugleich angedeutet, daß sie zu völliger Versöhnung sich zu einer besvndern Form, die ihnen angedeutet^ , verstehen, und daß überdies; etliche Ausgeschossene zu Bern vor der höchsten Gewalt eine gleiche Dc-^ ^iivn leisten müßten. — Hierauf werden die Deputierten von Bern auch in die Kirche gerufen. EindgM im Namen aller den Gesandten für ihre Mühe und bekennt dann gegenüber den Debitiertendie begangenen Fehler, daß sie die „wohlmeinliche" Steuer verweigert und die Waffen gegen dieergriffen hätten. Diejenigen, welche sich das Letztere hatten zu Schulden kommen lassen, beten^ ^ucin allgemeinen Fußfall um Gottes und des jüngsten Gerichts willen um Gnade und Verzeihung.^ ^ Nullendung dieser Action reiten die Gesandten mit den Deputierten am Nachmittag wieder gen Bern;°Hahin oerfügen sich auch die Ausschüsse der Bauern. — Am folgenden Tage nach der Morgenpredigt!r> ^ die Gesandten durch ansehnliche Ausschüsse vor Räthe und Bürger abgeholt und daselbst über ihre

^isc ^ angehört. Hierauf thun die Bauern, an der Zahl zehen, ohne Seitengewehr in die Stube gc-h dieselbe Deprecatiou wie zu Thun. Elans Zimmermann, welcher zu Thun gefangen gewesen

ivurde vergönnt, sich besonders zu entschuldigen. — Die Gesandten werden hierauf wieder in ihrebegleitet und bald hernach wird ihnen angezeigt, daß Näthe und Bürger die Compositionsmittel den

^ senden Gesandten und ihren Obrigkeiten zu Ehren angenommen, auf ihre ^mbitte den llntecthanen alle^iHunkt haben, wobei ihnen nochmals für die gehabte Mühe gedankt wird. Nach gebührende; Dant-> fi.r alle erzeigte Ehre, besonders für die Gastfreihaltung, reisen die Gesandten wieder in ihre Heimath ab.b, Reise werden sie überall im Bernbiet in den Wirthshäusern gastfrei gehalten und die im HerreisenHerten ihnen wieder zugestellt. Den Gesandten wird ein Dankschreiben von Räth und BürgernFuß nachgeschickt.

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