November 1633 . 795
^nit die ungünstige Meinung abgewendet werden könne, welche die Unkatholischen durch ihre Berichte überstehenden Unruhen dem Könige gegen die Katholischen beizubringen bemüht sein werden. Da keine^'^kmstimmung darüber sich ergibt, wird einstweilen diese Gesandtschaft Wert, jedoch nöthig erachtet,ku König von dem Verlauf der dermaligen Unruhen einläßlich durch eine qualificierte Person (es wird^uptmann Svnnenberg vorgeschlagen) in Kenntniß zu setzen und die katholischen Stände ihm zu em-, 9 en, zugleich auch die verdächtige Einquartierung im obern Bunde zur Sprache zu bringen. «I. Was^ des Antrags der Gesandtschaft von Nidwalden, betreffend die Heimforderung der Fähnlein aus""krach verhandelt worden ist, wird jeder Gesandte seinen Herren und Obern berichten können, v. Derper spricht in einem Schreiben vom 29. September seine Befriedigung aus, daß die katholischen Orte sichWaffen haben, mit Gewalt seine Feinde vom eidgenössischen Boden bei Constanz zu vertreiben, und stelltW baldige Hülfe in Aussicht. Oberst Wolf Rudolf von Ossa giebt in einem Schreiben, das der Subdcle-Jakob von Schönau überbringt, Kenntniß von den glücklichen Fortschritten der kaiserlichenHub^" ^"kern wird beauftragt, diese Schreiben bestens zu verdanken. Jngleichem wird es ersucht, demA 8" Mailand die zuvorkommende Aufnahme der Abgeordneten zu verdanken, welche zu seiner
kg uckwünschang abgesandt wordeil waren, t. Jedes Ort soll spätestens bis in acht Tageil nach Lucern^ )teu, tvie viel es „auf den Jubuud" (das Patheilgeschenk) bei der Taufe des Kindes des Frciherrn von^ varzenberg zu contribuicrcn gesonnen ist. Was wegen der Rechnung lind der Glockentaufe zudak^'^ gesprochen worden ist, kann jeder Gesandte seiner Obrigkeit berichten. I». Es wird beschlosseil,e> den dermaligen Zeitkäufen für die Verwahrung der Pässe aller Enden gesorgt werden soll.
«SS.
Conferenz der V katholischen Orte.
Brunnen. tK33, t7. November.
Staatsarchiv L»cer». «bsch. ilv »nno ISN. B°. XXlII. t'ol. Hol.
Lucern. Moriz An der Allmend, Alt-Schultheiß; Laurenz Aleher, Zeugherr lind des^)s. Uri. Johann Kaspar von Spiringen, genannt Arnold, Ritter, Laudamulann; Johann Heinrich^ ^""Ukn, Ritter, Alt-Landammann. Sch Whz. Heinrich Reding, Ritter, Alt-Landammann und Panner-^ > Johann Sebastian Abhberg, Alt-Landammann; Michael Schvrno, Seckelmeister. Unterwaldcn.Vvii^" ^'"keld, Landammann liild Landshaliptmann, von Obwalden; Kaspar Leu, Ritter, Landammann,
P"ukus voil Hüncnberg, genannt Bengg, Statthalter; Niklaus Jtcn,
^.^^aulassuug zu dieser Cvuferenz ist die dreifache Gesandtschaft, welche Zürich unlängst in die Orte ge-,,«n ' dem Begehren, Kilian Kesselring entweder auf freien Fuß zu stellen oder wenigstens nichts
belci- Gllt zu suchen" bis zur Confereuz zu Frauenfeld, und die Sache in statu quo zu
^"gkgen Zürich sich anheischig mache, hillreichende Versicherung zu geben, widrigenfalls es beij» n . Protestation und bei seinem Rechtsbote verbleibe.') ». Uri wird ersucht, wegen seines PaffesNiili, nöthige Vorsorge zu treffen. Bei dieser Gelegenheit erklärt man sich abermals dahin, daß
W>m ein Ort angegriffen oder molestiert werden sollte, die übrigen ihm bundesgemäß zu Hülfe