49wähnen, es nähme kein Ende. Für einigeStunden leben ſie dann gut, und nachhermüssen sie ganze Wochen und Monate destoelender darben.Die Dürftigen sollten sich end-lich mit einer beſſern Zukunft trö-sten, wenn sie anders gute, redliche Men-schen, wahre Christen und so dieses Trostesempfänglich sind. Einst, Ihr Armen, wer-det Ihr nicht gefragt werden: „wie vielIhr das ange-„Ihr hattet,“ sondern wiewendet habt, was Euch zu Theil ward?Was und wie viel wir hatten, das kamnicht auf uns an; dafür sind wir nicht ver-antwortlich; wohl aber und destomehr fürdie treue Anwendung desselben. Wenn IhrArmen daher das Wenige, was Ihr besitzet,weise gebrauchet; so seyd Ihr Gott eben solieb, als die Reichen, die ihren UeberflußIhr ſeyd ihm angenehmerwohl verwalten;als die Vermögenden, die ihren Reichthumzweckwidrig anwenden. So legte nach Je-ſus Urtheil die arme Wittwe das Mehreſtein den Gotteskasten, obgleich ihre Gabe die
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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
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