34als auf die größern oder geringern Bedürf-nisse desselben. Die Wohlthäter dieser Ar-men sollen sich hier als Glieder dessel-ben Staates, als Bewohner derselbenStadt, und nicht als Genossen dieses oderjenes besondern Bekenntnisses betrachten.Das öffentliche Betteln solldurch diese Anstalt abgeschafft wer-den, welches ohnehin einen so widrigen,die Menschheit entehrenden, Anblick gab;welches eben so lästig für die Geber, alsunzweckmäßig für die Versorgung der Ar-men war. Denn wie war es wohl möglich,den großen Haufen derer genau zu kennen,welche öffentlich Almosen suchten, zuweilensogar ertrotzten; wie war es möglich, ausdiesem großen Haufen die würdigern zusuchen, und diese von den trägen Müßiggän-gern zu unterscheiden. Was Wunder also,daß es nicht immer gerade die Dürftig-sten waren, welche der öffentlichen Almosentheilhaftig wurden, da der wahre, aberſchamhafte, Arme in der Stille nach Brotseufzte, und es nicht wagte, seine Mitbürgeröffentlich um ein Almosen anzusprechen.
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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
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