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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
Entstehung
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31sie erneuern sich stets in sich und durch sichſelbſt.Die Freude und der Dank der unter-stützten Dürftigen soll uns ebenfalls kräftigermuntern, ihnen wohl zu thun. Freylich un-terstützt sie der Christ nicht blos deswe-gen; es ist ihm nicht um den Dank zu thun;er verrichtet das Gute um des Gutenselbst willen: er übt die Tugend aus,weil sie seine Pflicht und Gottes Befehl ist,aber es bleibet doch immerhin aufmunterndfür den Menschenfreund, wenn er die Freuden-thräne der Wittwe sieht, deren trauriges Loser erleichterte; wenn er das frohe Lallen un-mündiger Waisen hört, welchen er Vater undErzieher ward; wenn er vernimmt die letztenWorte des sterbenden Greises, die ein Dank-gebet zu Gott und eine Fürbitte für seinenWohlthaͤter enthalten.Schnell rauschen sie vorüber die Freudender Erde; aber die Freuden der Tugend undWohlthätigkeit sind dauerhaft und bleibend.Veränderlich und wandelbar sind die Güterdes Glückes, wie uns die Erfahrung in denletzten sechs Jahren besonders gelehret hat;