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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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September 1629.

Müsse noch mündlich dem Ambassador auseinanderzusetzen. (Staatsarchiv Lucern, Abscheide äs anno 1629.XIX Fol. 166169.) Im Namen der V Orte wird auch in einem Schreiben vom 12. September Zürichmitgetheilt:Wir befindcnt einmal die projcctierte arinoo volants nff die Fließ zu stellen unnottwendig,sonder wöllent von so beweglicher Ursachen wägen selbige, so lang uns nüzit wyrklichs und unbilliches be-gegnen und Gott der Allmächtig im friedlichen ruewigen Standt gnädigst erhalten wirdt, für unfern Theilyngestellt haben." Diese Antwort ist außer im Namen der V katholischen Orte auch noch in dein AppenzellsJnnerrhoden gegeben. (Staatsarchiv Zürich, Gemeineidgenössisches Defensionalwesen. 602. 1. 9.)

SIS.

Konferenz der evangelischen Städte und Orte.

Aarau. 1V29, ttt. und Ii). September (6. und 9. a. K.).

Staatsarchiv Zürich. «est. XII. itZ. toi. Ivo.

Gesandte: Zürich. Heinrich Bräm, Burgermeister; Salvmon Hirzel, Scckelmeister. Bern. FranzLudwig von Erlach, Herr zu Spiez, Schultheiß; Glado Wehermann, Zeugherr und des Raths. Glarus(Niemand wegen grassierender Contagion.) Basel. Hans RudolfFäsch, Zeugherr; Leonhard Lützelmann, beidedes Raths. Schaffhansen. Hans Martin Forrer, Zeugherr; Hans Ulrich Hagcloch, Scckelmeister, beide desRaths. Appenzell-Außerrhoden. Konrad Zellweger, Landammann. St..Gallcn. Christoph Schlaprizi,Seckelmeister und des Raths. Mülhausen. Heinrich Petri, Stadtschreibcr. Biel. Niklmis Heinricher,Burgermeister.

z». Weil die fünf katholischen Orte eine wegen der jüngst zu Svlothurn gefaßten Beschlüsse nachBaden ausgeschriebene gemcineidgenvssische Tagsatzung zu besuchen ausgeschlagen haben, indem sie dieselbe nichtfür nothwendig erachten, ist diese evangelische Conferenz angesetzt worden. Herr von Mollondin, Secre-tarius und Dollmetscher des außerordentlichen französischen Ambassadors, Herrn Brulart de Leon, übergibtein Schreiben desselben und eröffnet, daß der Ambassador von den Resolutionen der evangelischen Orte überden Abschied von Svlothurn mit Vergnügen Kenntniß genommcn habe. Derselbe versichere sie nochmals,daß der König ihnen gegenüber seinen Vertröstungen gemäß jeder Zeit handeln und ihnen, unter welchemVorwande sie immer angefochten (Verden sollten, getreuen Beistand leisten werde. Er würde aber gern sehen,daß die fünf katholischen Orte auch zu der Uebereinstimmung mit den übrigen möchten veranlaßt werden. Das Schreiben des außerordentlichen Ambassadors wird beantwortet und derselbe ersucht, durch sein An-sehen diejenigen katholischen Orte, die sich zur Zeit etwas abgesondert haben, zur Uebereinstimmung mit denübrigen disponieren zu wollen. Mit Bezug auf das schwebende Geschäft wird von einem Theile die An-sicht geäußert, daß, wenn auch die fünf katholischen Orte auf Zureden hin sich nicht herbeilassen sollten, dieübrigen Orte auf die königliche Hülfe bei den eher zu- als abnehmenden Kriegsgefahren nicht verzichten, son-dern abgesehen von der Verwahrung der Pässe die nrmöo volanto aufstellen sollten, weil selbige allein dieDefensiv» zum Zwecke habe und dasHintersichzupfen" des bereits gemachten Abschieds und der darüberertheilten Ratificationen bei denWiderwärtigen" nicht geringen Spott hervorrufeil, bei dein König abergroßen Unwillen erweckeil würde, so daß er künftig welliger geneigt sein möchte, hülfreiche Hand zu bieten-Es sei auch nicht wenig Hoffnung vorhanden, daß die genannten Orte, wenn man auf der gefaßten Meinungbeharre, von selbst sich nähern werden. Dagegen wird auch die Besorgnis; ausgesprochen, daß die evan-

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