29„reichlich; hast du wenig, so gib„ doch das Wenige mit treuem Herzen.Die ersten Christen zeichneten sichso, sehr durch ihre Wohlthätigkeit gegen dieArmen aus, daß ein heidniſcher Kaiſer **) esfür nöthig hielt seinen Priestern zu befehlen:„ sie sollten ihre Religions=Genossen zu ähn-„ lichen Werken der Liebe ermuntern, damit„ sie von den Christen nicht möchten beschä-„ met werden.Paulus, der große Schüler unsersHerrn, welcher „gelernet hatte, hoch und nie-„ drig zu seyn, satt zu haben und Mangel„ zu leiden, und sich, bey welchen er war,„ genügen zu lassen, **) dieser edle BoteJesu arbeitete mit seinen eigenenHänden, nicht nur um sich selbst zu ernäh-ren, sondern auch um sich der Schwachenannehmen zu können; und dabey erinnerte erTobias IV. 8, 9.**) Der Kaiser Julian, welcher in gem 4ten Jahr-hundert lebte, und das Heidenthum zu begünstigen,hingegen die Christen zu unterdrücken suchte.***) Philipp. IV. 11, 12.
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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
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