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Deccmbcr 1622 und Januar 1623.
nicht verarge, wenn sie in ihren Gebieten verordnen werden, das Geld nach jedes Ortes Ruf abzunehme»'l». Wegen des an den Grenzen liegenden österreichischen Volkes haben die österreichischen Coiumissarieii Z»Lindau gute Vertröstung gegeben, dcßgleichen wegen Eröffnung des freien Kaufes und Zulassung der Früchte!dessenungeachtet finden etliche Gesandte für gut, daß die früher besprochene Botschaft an den ErzherzogLeopold abgehe. Es wird beschlossen, sich dießmal mit Schreiben zu behelfen; wird damit nichts ausgerichtet/so soll die Abordnung ins Werk gesetzt werden. Auch an die Grafen von Sulz, Pappenheim, Fürstenbergund den Prälaten von St. Blasien wird wegen des freien Kaufes und Transits geschrieben. «. Das vo»einem Ausschuß entworfene Project des Münzschrvtes nach jetzigein neuem Abruf wird all rskizronlluin i»den Abschied genommen. Dasselbe lautet also: Der Thaler soll halten 14 Loth an fein, 8 und 1vom Stück auf die Mark; Dicken: 12 Loth fein und 27 Stück auf die Mark; Halbdicken: 12 Loth fit»und 54 Stück auf die Mark; gemeine Schweizcrbatzen: 6 Loth fein und 38 Stück auf die Mw'k!Lucernerschillinge: 4 Loth fein und 205 Stück auf die Mark; Zürichschillingc: 5 Loth fein »»d205 Stück auf die Mark,
VII katholische Orte und Appenzcll-Jnne rrhvdcn.
«R. Frciburg eröffnet, es habe aus Frankreich Bericht erhalten, daß man wegen der NichteinwilligM'gin den Vertrag von Madrid bei Hof im Verdacht sei, gegen den König übel affectionirt zu sein. Es s"also nothwcndig, eine Gesandtschaft zu schicken, um sich zu entschuldigen und zugleich den König zu bittc'Wden beabsichtigten großen Krieg gegen Spanien um des gemeinen Besten willen einzustellen oder durch gelind^Mittel, etwa durch eine Gesandtschaft die Sache beizulegen. Seine Obrigkeit sei entschlossen, in jedem Fabl c»^Abordnung zu schicken.') — Da man sich erinnert, daß Miron in seinem Schreiben an die letzte zu Luc"»gehaltene Tagleistung erklärt hat, daß, wenn man in den Tractat von Madrid nicht einwillige, eine Ges»"^'schaft an den König wenig ausrichten werde, da ferner einige Gesandte ohne Instruction sind, so wird d"Sache in den Abschied genominen. Jedes Ort soll innerhalb vierzehn Tagen seinen Entschluß Luceru berichte»'
Zu «!'). Oberst Vögcli von Freiburg schreibt aus Paris, der König sei auf Anstiften vieler Pcrso»e»'sonderlich der Hugenotten und Vcnediger. entschlossen, das Veltlin aus den Händen des Spaniers zu errette»'wenn durch die beiden Ambassadvrcn, welche er zum Papste und nach Spanien abgeordnet hätte.ausgerichtet würde. Er habe von allen vornehmsten Herren merklichen Verdruß und Unwillen gege» ^katholischen Orte verspürt, weil sie „die Versprechung des madridischcn Tractats" nicht thun wollten, »»namentlich gegen Frciburg, das besonders auf der Hut sein müsse, wenn der Krieg losbrechen sollte. (Sta»^'archiv Freiburg: Rathsprotokoll vom 7. März 1623.)
2«S.
Cvnfcvenz von Uri, Schwyz, und Nidwalden.
Brunnen. 1«23, 2. Januar.
tiaudeöarchiv Tchwvz.
Gesandte: Uri. Niklaus Muheim, des Raths. Schwyz. Johann Sebastian Abyberg, Landaiw»»»"'Heinrich Reding, Alt-Landammann und Pannerherr; Gilg Frischherz, Alt-Landammann; Fridolin M''»'des Raths. Nidwalden. (Niemand.)