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December 1622.
Gegenstand der Verhandlung ist die Einwilligung in den Tractar von Madrid und dessen Genehnwgung. König Ludwig hatte den 24. November an die sieben katholischen Orte ein Schreibeil erlassen,welchem er sein Bedauern über die Verzögerung der endlichen Resolution derselben in Betreff des Tractatcsausspricht. Sie möchten tapfern und kühnen Gemüths alle Practiken und Anschläge überwinden, welchedem heilsamen Nathe, der ihnen gegeben werde, zuwider seien. Zugleich werden auch zwei in diesem Sin^abgefaßte Schreiben des Ambassadvrs Miron verlesen. Bei der Berathnng machen sich verschiedene iM-uungcn geltend. Solothurn berichtet, daß es die „begehrte Versprechnuß des madridischen Tractats" cw'gegangen sei, und giebt die (nicht aufgezeichneten) Motive dafür an, fügt aber bei, was für Vorbehalte undBedingungen es dabei gemacht habe (S. Absch. von 1624, 30. Juni), so daß es, wenn keine annehmbar^„Mittel gegeben würden", es wieder zurücktreten könne. Die übrigen Gesandten entscheiden sich wieder fürabschlägige Antwort oder wollen mit der endlichen Resolution zuwarten, bis zwischen beiden Königen t>o»Frankreich nnd Spanien eine Vereinigung eintritt. Die Gesandtschaft Freiburgs hat keine definitive Jnstructw'bda ihr Stand mit den Blinden nicht im Bunde steht; sie wünscht aber, man möchte bei dem päpstlichen Lcgab'"und bei den Ambassadoren beider Könige nachforschen, ob außer dem Tractat von Madrid keine and«n'"Mittel vorhanden seien, diese beiden Potentaten in Einigkeit zu erhalten, oder was man für Mittel zoig^wolle, daß man diese Bürgschaft übernehmen könne. Bei solcher Divergenz der Ansichten wird für paWerachtet, daß jedes Ort, welches sich gegen den französischen Ambassador nvch nicht erklärt hat, bald mögb0demselben eine Declaration zuschicken soll.') Im Namen aller Stände werden dem Ambassador seine Zuschußverdankt, ll». Die Gesandten sind mit Abhaltung der Tagsatzung, die wegen des Müuzwesens und dertion der Früchte und Waaren zur Milderung der Theuerung zu Zug beschlossen worden ist, einversta"d^wollen aber dieselbe auf den 18. December angesetzt wissen, v. Ob man die projectierte Gesandtschaft an ^König von Frankreich abgehen lassen wolle oder nicht, wird den Herren und Obern anheimgestellt, daAmbassador in seinem Schreiben sagt, daß der König nur kurze Zeit sich zu Lyon aufhalten werde. ^äußern Gemeinden von Zug, welche wegen ihres Spans mit der Stadt Zug an die Conferenz sich gewc» ^haben, werden freundlich ersucht, noch ein wenig Geduld zu tragen, da die Gesandten ihr Ansuchen vor 0Herren und Obern bringen und dieselben veranlassen wollen, bei erster Gelegenheit eine Gesandtschaft nachabzuordnen, um ciueu gütlichen Vergleich zwischen beiden Parteien zu Stande zu bringen.
Zu !»'). Frciburg beschließt den 12. December 1622: „Diewcil die andern katholischen Orte mangedeutete Versprechung nicht eingewilligct, können meine Herren, die mit den Bünden in keinem 2m'stehen und sich derselben bisher anders nicht angenommen, dann den katholischen Orten zu Ehren und Gcm sdiese Versprechung nicht eingehen, dessen man den Ambassador freundlich berichten und bitten soll,Herren zu entschuldigen und dessen zu erlassen." (Rathsprotokoll von Frciburg vom 12. December 1Diesen Beschluß überbrachten dem Ambassador Schultheiß von Diesbach und Bürgermeister Reiff, 'Protokoll vom 12. Januar 1623.)