27mühsam daher wankte, und der Greis, ge-buͤckt, mit bebender Hand die ihm darge-reichten Allmosen annahm. Zu lange hatdas Elend gewährt; Dank sei es Gott!es nähert sich seinem Ende. Freuet euch des-sen, ihr Armen! seid getrost, ihr Elenden, dieihr so gerechte Ansprüche auf unsere Liebehabt, für euch soll nun gesorgt werden!Aber auch wir, meine Freunde! die wirbis dahin unser eigen Brod aßen und da-von dem Dürftigen mittheilten, auch wirhaben Ursache, uns über die neue Einrich-tung zu freuen. Wie leicht war es beidem überhäuften Anlauf manchmal unwilligzu werden, und dieß gerade den empfindenzu lassen, der es am wenigsten verdiente; sichalso zu versündigen und wider die Liebe zuhandeln. Wie leicht, daß wir unsere Herzendem verschloßen, der unster am meisten be-durfte, weil wir ihn und seine Umständenicht kannten. Vor dem allen sollen wir inZukunft gesichert seyn; die mannigfalti-gen Beschwerden, die das Austheilen der All-mosen machte, sollen aufhören. Mehrerewürdige Mitglieder der Hauptverwaltung sindherum gegangen, haben die Armen in ihren
Druckschrift
Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten