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Juli 1620.
wegen Zaghaftigkeit und Mißtrauens unter den Katholischen in den Blinden selber mißlungen sei, nud daßdie Vertriebenen jetzt in noch größerem Elend sich befinden als früher, da die Gegner alle Strenge gegensie anwenden, um die katholische Religion zu vertilgen. — Mau ist der Ansicht, daß Uran in diesem hoch-wichtigen Geschäfte, bei dem es sich um die Erhaltung der wahren Religion handelt, nicht unthätig seinkönne, weiß aber, daß Zürich und Bern ihre Leute in Vereitschaft halten, um die katholischen Orte voneinem Zuge zurückzuhalten. Deßhalb wird für passend erachtet, den Ambassador Casati anzufragen, waser zu thun gesinnt sei, und welche Hülfe man von ihm zu gewärtigen habe, zugleich auch den AmbassadorMiron um Rath zu fragen. — Casati will keinen endlichen Entscheid geben, verspricht aber alles Gute undtheilt mit, daß er im obern Bund wegen dieser Gefahren eine eigene Person habe und bei der ersten Erhebungder Fähnlein die Katholischen mit Geld und Munition unterstützen werde. Statthalter Zum Brunnen und'Stadtfähnrich von Noll werden ersucht, mit dem französischen Ambassador zu reden; auf deren Bericht hinwird die Entscheidung, ob man den Krieg unternehmen wolle und „an was für Orte man sich abtheilenwolle", verschoben. — Inzwischen wird nach dein Gutachten des Herrn Casati auf Ratification der Obrig-keiten hin beschlossen, von den drei alten Orten einen Zusatz von 300 Mann nach Vellenz zu Verwahrungder Pässe und zu Verhütung eines plötzlichen Einfalls zu legen. Den Amtleuten soll ein Patent an dieLandvögte ertheilt werden, damit diese nöthigenfalls noch mehr KriegSvolk aufbieten können; zugleich wirdihnen auch gestattet, die zwei Feldstücklein der Landschaft Livinen zu gebrauchen. An den Haufen im M-soxcrthalc sollen von den drei Orten Gesandte abgeschickt werden, um zu vernehmen, warum sie mit solcherMacht an die Grenze gezogen seien, und ihnen mitzutheilen, daß man dadurch veranlaßt worden sei,ebenfalls Volk an die Grenzen zu legen. Zürich wird von der Absendung des Volkes und der GesandtschaftMittheilung gemacht und daran die Beschwerde darüber geknüpft, daß es in Bereitschaft sei, mit Volk in dieBünde zu ziehen. Es wird auch für ratbsam erachtet, daß sich die beiden Ambassadoren an einem passende»Orte zusammenfinden und über dieses Geschäft sich vereinbaren, damit man von ihnen desto bessere Anlei-tung erhalten könne. I». Alis die Anfrage des LandvogteS zu Sargans wegen Aufstellung von Wache»,und wie er sich wegen des Freiherr»? von Tiefenbach zu verhalten habe, wird geantwortet, er solle an dienothwendigen Orte gegen die Blinde hin Wachen verordnen, doch mit so wenig Kosten als möglich. MBetreff des Freiherrn von Tiefenbach solle er dem Grasen von Eins mittheilen, daß er seine Leute gerüsü'thalte und, sobald jener aufbrechen wolle, auf ihn greife und ihn zu seinen Händen bringen lasse. (S. auch »>Sargaus.) v. Die Katholischen zu Glarus begehren Rath, weil ihrem Orte von den Bündncrn, welcheausgezogen seien, eine Mahnung zugegangen sei und die Neugläubigen sie zwingen tonnten, mitzuziehe»'Mau antwortet, sie sollen, da die fünf katholischen Orte sich nicht thätlich einmischen »vollen, sich neutralverhalten, damit nicht andern Orten Ursache gegeben werde, auch aufzubrechen und dadurch in der ganze»Eidgenossenschaft ein Aufruhr entstehe. «I. Hauptmann Anton Quarten will beim Papste um Sachen an-halten, welche die katholische Religion im Wallis befördern könnten. — Es wird ihm ein Fürschreiben a»den Papst und etliche Cardinäle bewilligt, ohne jedoch aus einzelne Punkte einzugehen, v. (S. u.Lauis.)t. Freundliche Danksagung Freiburgs für den bewiesenen Beistand in den? Streite mit Bern. Die Obrig-keiten werden darauf bedacht sein, daß die gefaßte Berathschlagung auf der Jahrrechnung zu Baden i»sWerk gerichtet werde, und „daß auch mit einem guten Rath begegnet werde". (S. u. Engelberg')I». Der Gesandte von Zug wird ersucht, bei seinen Herren und Obern sich für die Bezahlung der in dasWirthshaus zu Werthenstein verehrten Ehrenschilde und Fenster zu verwenden.