15bes, gar einer Art von Zwang bedürfen, umsich an Eingezogenheit, Ordnung und Ge-schäfte zu gewöhnen. Oft liegt der ersteGrund davon in der frühern Erziehung.Viele Eltern sind in dem allerwichtigsten,was ihnen obliegt, in der Erziehung ihrerKinder, äußerst saumselig. Anstatt sie auch nurdas zu ihrem äußern Fortkommen in der WeltNothwendige zeitig erlernen zu lassen, und sieauf eine ihren Fähigkeiten und Kräften an-gemessene Weise nützlich zu beschäftigen, wer-den sie zum Müßiggange, gar zum Bettelngewöhnt, dadurch äusserst verdorben und völ-lig untüchtig, sich einem bestimmten Berufezu widmen. Das erste Augenmerk unsteröffentlichen Armenanstalt wird also dahingerichtet seyn, diesem Uebel, so viel möglich,in Zukunft vor zu beugen. Es soll für dennöthigen Unterricht der Kinder in Schulengesorgt, und denselben, sobald sie so weitherangewachsen sind, eine ihren Fähigkeitenund Kräften angemessene Beschäftigung mitdem gehörigen Verdienste verschaft werden.Wo aber das nicht mehr angeht, wo Er-wachsene sind, die noch arbeiten können, aber
Druckschrift
Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten