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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Octobcr 1613,

nominell werden, namentlich der Pässe wegen, und findet man es nicht thnnlich, sofort zn antworten, sokanil man solches in den Abschied nehmen. Zürich soll auch ersucht werden, sich mit seinen Religionsgenossenzu Baden zu entschließen, der Verfolgung der Katholischen in den Bünden Einhalt zu thun, die die thnrganischcnKäufe betreffenden Abschiede abschriftlich den Obrigkeiten einzuschicken und die Originale mit nach Baden zubringen und dann seine Sätze zu bewegen, nach Baden zu kommen. Die katholischen Orte ersuchen Frei- !bürg und Solvthnrn, ihrerseits die von ihnen erbetenen Sätze nach Baden zu schicken. Um sich desto besser ^vorzubereiten, sollen die Gesandten der katholischen Orte einen Tag früher, nämlich Sonntag den 4. Novemberin Baden eintreffen. Den französischen Ambassadoren wird ihr freundlicher Rath verdankt und der Pen-sionen halber eine Mahnung an sie erlassen. As. Man ist benachrichtigt worden, daß Mülhausen auch nachBaden eingeladen sei. Man läßt es deßhalb bei den ergangenen Abschieden verbleiben, nämlich daß man ^neben dein Gesandten Mülhausens in gemeiner Session nicht sitzen soll. Für den Fall, daß die neugläubigenOrte deßwegen das Recht darschlagen sollten, mag jedes Ort seine Gesandten mit dem nothwendigen Befehl ^versehen. «. Rotweil wünscht wegen der Weite des Weges und aus andern Gründen von dein Besuch derbadischen Tagsatzung enthoben zn werden. Man kann dieß wegen der Wichtigkeit der Tagsatzung nichtgutheißen und bittet es daher, sich nicht zu söndern, sondern mitzustimmen. Wegen der ausstehendenfranzösischen Friedgelder wird Rvtweil ein Schreiben an die französischen Ambassadoren ertheilt. Man hältauch für zweckmäßig, daß die Gesandten von Rotweil mit denjenigen, welche von dieser Versammlung nachSolothurn reiten, sich ebenfalls dahin begeben. «I. Det Nuntills schreibt, der Bischof von Chur sei !von dem Strafgericht zum Tode verurtheilt und unter Confiscation aller Güter verbannt worden; dein !Capitel habe man befohlen, innerhalb zweier Monate einen andern zu wählen, widrigenfalls man aus jeder !Gemeinde zwei Mann in das Bisthum.legen und dasselbe ganz einnehmen werde. Der Papst habe deu ^Bischof ersucht, zu Verhütung der äußersten Gefahr zu resignieren. Die Bündner wollen aber keinenCoadjutor noch irgend jemand, den der Bischof ernennen würde, dulden. Es wird beschlossen, den Bischofzu ersuchen, den Papst mit seiner Resignation zu ehren, obgleich man von seiner Unschuld überzeugt sei.Man läßt dieß den französischen Ambassadoren durch die Gesandten Solothurns mittheilen mit der Bitte,das Ihrige auch zu thun, und die Werbung der katholischen Orte bei Jhro Heiligkeit um eine HinterlageGeldes zn begünstigen. Die Antwort des spanischen Ambassadors wird in den Abschied genommen,v. Da diese Zusammenkunft hauptsächlich deßhalb angesetzt worden ist, daß man sich bei diesen gefährliche»Läufen gerüstet halte, um einander allfällig die Hand bieten zu könneil, so haben die fünf katholischen Ortees bei der unlängst zn Weggis gepflogenen Abrede und bei der Uebereinknnft mit Freiburg nnd Solothur»verbleibeil lassen. Die Erklärungen des Prälaten zu St. Gallen, Appenzells und der Stadt Rotweil ver-nimmt man mit Freudeil, erachtet auch für gilt, daß der Prälat und Appenzell sich im Hinblick auf all-fällige Roth ins Einverständniß setzen. t. Das die Beatification des fel. Bruders Klaus betreffende Geschäftist so weit gediehen, daß durch den Bischof von Constanz bereits die nothwendigen Examina und Prozesseaufgenommen worden sind. Es wird nun nvthwendig erachtet, daß eine taugliche Person bei Jhro Heiligkeituiid den Cardinälen immerdar sollicitiere. Alis Gefalleil der Obrigkeiten hin wird hiefür PannerhcrrMelchior Jmfeld von Nnterwalden in seines Landes Kosten verordnet. (Ihm wurde von den katholische»Orten Landamniann Beßler beigesellt. Protok. der Räthe und Landl. von Nidwalden. Bd. VI, S. 696.)Die übrigen Orte mögen, falls sie von den Ihrigen erfahreil, daß Gott durch die Fürbitte des sel. MannesWunder gewirkt habe, selbiges alles, sowie auch daß Bruder Klaus bei ihnen für einen heiligen Man»