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April 1K17.
Jr, geliebte Herren, pro vosbra, pruäsntia selbst erachten; vnd Ist vil zu wytlöuffig zn erzellen, wie durch der Iesnite»Pratik Inn Tütschen vnd welschen Landen (alda sy mehrteils mit Hilst der Spanier sind vfgeführt vnd gepflantzt worden)man Inn große widerwertigkeit Ist gerathen, wie hütigs tags der hochbetrübte arme Zustand der Statt Wesel, dero dieJesniter prsotsr äatam Kelvin durch die Spanier vfgetruckt werden, sonderlich zuerkhcnnen gibt.
Derwegen dann wol Inn acht zunemmen das rümlich exempel der loblichen Landschafft Wallis, welche gantz dapstrvnd riterlich sich der Spanisch meylendischen Pündtnuß zum offtcren mal vnd mit Jrein großen lob, sonderlich aber vorwenig wochen, als etlich der Jrigen sich mit dem Gubernator zu Meyland albereit Jngelassen haten, erwehrt hat, Inn Be>trachtung der großen Angelegenheit, welche durch die Jmmerwehrenden Spanischen Durchzug nit allein Inen vnd IMland, sonder auch Iren gethrüwen lieben Nachparen vnd verpündeteu der loblichen Statt Bern vff den Halß wachsen wur>dend vnd man beidersyts wegen diser geschwinden cerbfinden Inn Jmmerwehrender sorg vnd angst stahn müßte.
So hat man verners auch das zubehertzigen, das ein hochlobliche vnd Christyserige Union der Chur vnd Fürsten,Stetten vnd Stendten Inn Tütschland nun vil Jar hero vff dise oberen Rhätischen leuder ernstlich gesehen, welche der«wegen auch mehrmalen begehrt, das diser Orten der Paß dem Spanischen Kriegsvolck Inn das Tütschland durch gmeine 3Pündt nit gegeben, vil weniger ein solche schüdliche eewige Pündtnuß mit Jrem König zu Nachteil deß gantzen algemeinenEuangelischen wesens gemacht wurde, dero derhalben ein söllche Paßverwilligung vnd'Pündtnuß uit allein sehr verdrießlich,sonder auch hochbeschwärlich, schädlich vnd nachtheilig, Ja verderblich syn wurd, sonderlich zu diser Zyt, da der Spanischengeschwinden Practiken wider sy vnd vns mehr dann zu vil vnd es der gegenwirtige Augeuschin mitbringt, wie man dieEuangelischen Religionsstend an allen Orten vnderzutrucken einmahl gesinnet vnd entschlossen syge.
Vnd diewyl dann, ehrende geliebte Herren vnd Brüder, diß orts an üch nit wenig gelegen, das üwere verträumte»lieben Gmeindcn, denen Christus der Ertzhirt üch als Wächter vnd Vfsächer vorgesetzt, hin vnd wider der obangemelten vndanderer Vrsachen (warnmb man nammlich sich wol zu bedenken ehe man sich Inn ein solche schlipsrige sehr gefährliche PündtnichJnlassen thut) grundtlich, eigentlich vnd vnverzogenlich berichtet werdind, also langt au üch vnser brüderlich frllndtlich be-gehren , Jr wöllind vmb Gottes, syner ehr vnd Kilchen, wie auch üwers vnd vnsers, Ja deß gmeinen Vaterlandts vndEuangelischen Wesens Wolstandts willen Inn üweren Predigen, rächen vnd thäten, Inn allweg dahin bedacht syn, das dieerstangeregte Pündtnuß by den Ehrsammen Gemeinden, als der Höchen Oberkeit, möge Jngestelt vnd vermitten blyben.
Hiemit werdend Jr dem gmeinen Vaterlandt ein gethrüwen, der Kilchen Christi ein hochnottwcndigen, üweren anbe>solnen Ambt vnd Pflicht ein loblichen vnd Gott deni Allmächtigen einen angenemen wolgefelligen Dienst erwysen.
Welches wir üch, geliebte Herren vnd Brüder, bester Wolmeinnng vnd vß liebe zu üwerein vnd vnserem Wolstandt(wiewol wir nit zwyflend, dann das Jr ohne das üwer bcsts thun werdend) anzuzeigen nit haben Wüllen noch füllen v»der>lassen, der getrosten Zuversicht, Jr es nach üwer srllndtligkeit alles Im besten von vns verstahn werdind.
Thund üch damit sambt vnd sonders dem schirm Gottes wol befelhen, den wir hertzlich bitend, das er die Hertzen derbiderben Gmeinden dermaßen erlüchten wöllc, das sy sich zu der begehrten gegenwirtigen fach wilfchrig resolniereu mögind,als wir hoffen, das sy thun werdind. Datum Zürich den 18 Martiy 1617.
Eüwerc gethreüwe mitbrüder Inn Christo, die Kilchen- vnd Schuldiener zu Zürich sambt vnd sonders, vnd Inn deraller nammen
Hanß Jakob Breitinger, Diener der Kilchen zu Zürich."
KanlonSarchiv Baselstadt, Abschied-band kkk? und tKIS.
Confereilz der V katholischen Orte.
Lucern. 1617, 12. und 13. April.
Staattarcliiv vuccrn, Lu«ni«r Abschi-de kl. tZ5. — VandcSarchiv Nidwaldc».
Gesandte: Lucern. Ludwig Schürpf, Ritter, Schultheiß und Stadthauptmann; Jakob Sounenbcrg,Ritter, alt-Schultheiß und Panuerherr; Leodegar Pfyffcr, Paunerherr; Niklaus Bircher, Sekelmeister, alle des