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April IK,7.
seien auf eidgenössischen Tagleistungen beide Religionsparteien daselbst wegen ihres Spans dahin geWiese»worden, durch verständige Personen ans ihrer Mitte sich zu vereinbaren zu suchen, zu welchem Zweke Zürichund Lncern je zwei Gesandte zu ihnen abordnen sollen, um, wenn die Parteien sich in dem einen oder ander»Punkt nicht vereinbaren könnten, zwischen ihnen zu vermitteln; nun finde aber evangelisch Glarns bedenklich,daß Lucern Gesandte erwählt habe, die für parteiisch gehalten werden müsse», indem beide Frauen von Glarushaben, deren Brüder und nächste Verwandten dieser Span antreffe, weßhalb es um Rath bitte. Ihm wirdgerathen, die Sache bis zur nächsten gemeineidgenössischen Tagsazung anstehen zu lassen; dort mögen sie dan»,wenn die V Orte die Sache wieder anregen, mit ihnen reden und Lucern ersuchen, andere unparteiische Ge-sandte zu ernennen, k. (S. u. Thurgau).
Man sehe auch im Abschnitte Herrschastsangelegenheiten:
Landgrafschaft Thurgau. r. Art. l7t>. Verkauf von Gerichtshcrrsch.
Zu » Schreiben der Kirchen- und Schuldiener zu Zürich an die Kirchendiener der rcsormirten evangelischen Religio»in den III Bünden.
„Ehrwürdige, wolgelehrte, Junsouders günstige ivolvertruwte ehrende liebe Herren vnnd Brüder Inn Christo.sigen vnnser Christenlicher fründtlichcr Gruß sambt wünschung von Gott aller Wolsahrt zu lyb vnd seel zuuor.
Geliebte Herren. Wiewol wir die Diener der Kirchen vnnd schulen alhie vnns nit gern srömbder fachen anncmmendvnnd es sich auch nit wol gebürt, doch nüt desto weniger hat die Wichtigkeit der sach vnnd das dieselbige consequenter auchvns vnd die vnserigen berüren möchte notwendig erforderet, üch init disem schryben (als dann hiemit geschieht) gantz fründtlich,brüderlich vnd vertruwlich zu ersuchen, der Hoffnung, wie es Im besten von vns gemeint, Jr es eben also von vns vsvnd annemmen wcrdind, wie wir dann, das JrS thüyend, fründtlich gebetten haben wollend.
Wir wcrdcut, vertruwte liebe Herren vnd Brüder, glaubwirdig berichtet, das in dem Jüngstgehaltencn Bytag zu Ch»»zwüschen dem König zu Hispanien, als Hcrtzogen zu Mcyland, vnd den Herren Höubteren vnd Deputierten der Ehrsamme»Gemeinden gmeiner 3 Pündten über die alte nachbarliche Mcylandische Capitulation getroffen worden seye ein nüwe, hilfsiliche vnd cerbliche ewige Pündtnuß vnd Vereinigung vcrmitlest Herrn Alphonsi Easalis, deß Spanischen Ambaßadorn I»»der Eidtgnoschafst.
Nu» können wir aber wol erachten, wenn die Inn der Capitulation angedüte vnd versprochne mitel vnverbrüchcnlichsötten gehalten werden vnd also die Pündtnuß wider vilen gutherzigen lüthen verhoffen Inn das Werk khommcn, das esgmeiner 3 Pündten landen villicht zu etwas zytlicher Nutzung gereichen möchte. Aber da hat man, vnsers erachtens, n'ytcrzusechen vnd vor allen Dingen wol zubetrachtcn mit wem eine sölche Pündtnuß wurde gemacht vnd vfgericht iverden, nammlichmit eben denjhenigen, welche unserer wahren Religion Je vnd alweg die grösten Fyend, Ja die grimmigsten Verfolger der-selben geweßen, wie man wytlöuffig vß den Verfolgungen, die nit allein In Iren Eerblanden Spannten vnd Italien, sonderauch Inn Niderland vnd Engelland gcschechcn, könnte erwysen. Dannenhar auch Jr König Catholicus genent wird, willer deß genanten katholischen glaubens erster vnd fürnemmer schntzherr, hingegen der recht Catholischen Religion sürnemmsterVerfolger syn soll. Vß welchem grund, wyl nammlich dise Spanische Nation den rum der Verfolgung besonders habe»wöllen, die geschworne grusamme Inquisition wider alle glanbensgenoßen die Spanische Inquisition genannt wird.
Ob es sich nun gebüren wöll vnd by allen anderen Euangelischen Christen verantworten lassen könne, das so vil ehr-licher Christlicher vnd nammhaffter Geineinden, deren es durch Gottes segen ein solliche hüpsche anzall hat, nit nur I»"bemelten 3 Pündten, sondern auch by Iren anvertruwten biderben vndcrthanen Inn der Grasschasft Cleuen, Im land Wormbs,Veltlin vnd anderstwo, welche die wahre Religion rein vnd luter bekhennend, füllend vnder dem schyn deß zytlichcn genusiesmit sölchen öffentlichen geschwornen Versolgeren der Wahrheit Fründtschafft und Pündtnuß machen, die nit etlich wenig Ja»,sondern eewig wären soll, hindangesetzt was die vonssguöNtia. tompornm vnd die unschuldige liebe poswritas mitbringe»oder darzu sagen möchte, vnd das man also mit den Vnglöubigen, wie die H. schläfst redt, an einein Joch ziechen sölle: Daswöllen wir, liebe Herren vnd Brüder, ümcr wysen clisorokion vnd hochcm Verstand selbsten zucrkhenncn geben, vnd h»!