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September 1K04.
geringster und Rath Mülhausens (ll. ä. 18./8. September), verständigt man sich auf Ratification hin überFolgendes: Weil das spanische Kriegsvolk bereits über die Steig nach Lothringen abgezogen ist und ErzherzogMaximilian, wie auch die frühern Landesfürsten gethan, von seinen Unterthanen die Huldigung eingenomme»und andere Geschäfte zu Ensisheim verrichtet hat, weil ferner zufolge eines von Lucern an Zürich erlassene»vertraulichen Schreibens nicht zu besorgen ist, daß etwas wider Mühlhausen vorgenommen werde, so ist nichtvonnöthcn, Truppen als Besazung nach Mühlhausen zu schiken. Für alle Fälle aber sollen die Mühlhauserangewiesen werden, den Oberst Weitnauer von Basel, als einen kriegsverständigen Man», noch zwei bis dreiWochen bei ihnen zu behalten und seinen Rathen in aller Gebühr Folge zu leisten, auch sollen sie Tag undNacht Wache halten und fleißig Kundschafter aussenden, ihr Geschüz mit Munition in Ordnung bringen undsich überhaupt gerüstet machen; im Nothfall und auf ihr Begehren werde ihnen Basel in allen Treuen Beistandleisten; sollte daran nicht genug sein und es weiterer Hülfe bedürfen, so werde jedes der fünf Orte 80 „red-licher Mannen", zusammen 400, ausrüsten, welche auf geschehene Mahnung unverzüglich'als Besazung dahinabmarschiren würden; würde man aber zu Erhaltung Mühlhausens Gewalt brauchen müssen, so werden diefünf Orte gemäß ihres Bundes ein getreues Aufsehen auf es haben; Mühlhausen soll inzwischen, was ih>»begegnet, bei Tag und Nacht unverzüglich berichten und diese Sache geheim halten. I». Auf der gemeineid-genössischen Tagsazung zu Baden wollen die Gesandten der fünf Orte den Rathsboten von Lucern, Uri,Schwyz, Unterwalden und Zug eröffnen, man habe sich gegen sie nicht versehen, daß sie ohne vorherige Mit-theilung an die in den ennetbirgischen Herrschaften, in den Freiämtern und in der Grafschaft Baden mitregie-renden Orte dem spanischen Kriegsvolk den Durchpaß durch diese eidgenössischen Lande gestatten und in ihrei»Bündniß mit dem Haus Mailand und dem König von Spanien dieses zusichern würde»; man erwarte, daßsie in Zukunft dergleichen Bewilligungen.nicht mehr von sich aus ertheilen, sondern auch die übrigen Orte uniihre Zustimmung angehen werden, indem ein widriges Vorgehen die eidgenössische Freundschaft nicht mehreund leicht dem einen oder andern Ort oder allen deßwegen „ein schantz" widerfahren möchte, v. Der Gesandtevon Glarus erneuert seine Beschwerde über die schlechten französischen Zahlungen und seine Bitte um daherigegebührende Verwendung beim französischen Ambassador. Das wird ihm zugesichert.
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Conferenz der IV Waldstätte.
Weggis. 1604, 1. Hctover.
Staatsarchiv Lucern. Allg. Abschied« UN. 274, und Acten c Zug.
Gesandte: Lucern. Kaspar Pfyffer; Jakob Sonnenberg, beide des Raths. Uri. Walther Jinhof,Ritter, Landammann; Peter Gisler, Ritter, alt-Landammann. Schwyz. Sebastian Büeler, LandammaiiN-Unterwalden. Peter Jmfeld, Landammann, von Obwalden; Niklaus *) Leu, Ritter, Landammann, von Nid-walden.
». Wegen ausgebrochenen Unruhen zwischen der Stadt Zug und den drei äußern Gemeinden ist gegen-wärtige Conferenz ausgeschrieben worden. Die drei äußern Gemeinden lassen nun durch ihren Weibel Trinkler
Im Obwaldner und Nidwaldner Exemplar steht (irrthllmlich) Johannes Leu.