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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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August 1004.

sind, anstehe, die Sache nicht also hingehen zu lassen, indem jene Orte sonst Anlaß nehmen möchten, baldebenso gegen ein anderes der zugewandten Orte zu verfahren, daß man daher mit den sieben oder acht Ortenernstlich sprechen und ihnen zu verstehen geben solle, welcher Gestalt sie gefehlt und wider den Bund gehandelthaben; sollten diese aber auf ihrer Meinung verharren, so soll man ihnen das Recht darschlagcn, wobei danndie zugewandten Orte auch mitzusprechen haben; wenn ans diese Weise wirklicher Ernst gezeigt wird, so stehtzu erwarten, daß das Biindniß wieder hergestellt wird. Dieser Anzug wird von den fiinf mit Mühlhansen nochverbündeten Orten ml inntruvmlum auf den Tag zu Bade» in den Abschied genominen. «. Die bernischenGesandten berichten vertraulich denen von Zürich, Basel und Schaffhausen, vor einigen Tagen habe Bernauf Begehren des französischen Ambassadors zwei Gesandte nach Solothurn zu ihm geschikt. Diesen habe erin'sgeheim eröffnet, daß er den betrübten Stand und das Zerwürfnis; in der Eidgenossenschaft, angefacht vonihren Feinden, tief bedaure, daß die Katholischen gegen die Evangelischen sehr erbittert seien, daß eine ange-sehene Person aus Lucern, die er genannt, ihm gemeldet habe, die katholischen Orte wolle» Bern angreifenund inzwischen auch Zürich zu schaffen geben, damit es Bern nicht helfen könne, der Angriff sei bereits ver-abredet; sie werden die bernischen Pässe besezen, wozu ihnen kraft ihrer jüngsten Bündnisse fremde Hülfe ver-sprochen sei, daß er aber jene Person davon abgemahnt habe, indem der König von Frankreich das nichtzugeben könnte. Sie melden ferner, den bernischen Gesandten auf der lezten ennetbirgischen JahrrechnnNghabe auf der Rükkehr der Wirth zu Hospenthal auf Befragen, was die Post zu bedeuten habe, welche er dortdnrchpassiren gesehe», geantwortet, daß die Post seit einiger Zeit stark gehe und daß man in wenig Tagen denKrieg und fremdes Volk im Lande haben werde. Diese Mittheilungen müsse Bern seinen lieben Eidgenossenim Vertrauen machen und wolle denselben heimsezen, was sie zu thun für angemessen erachten; Bern habeeinen Auszug von 0000 Mann samint noch vier Fähnchen von 1200 Mann für den Fall der Roth gerüstetund mit Munition und Geld versehen; es bitte um ein getreues Aufsehen. — Wiewohl nun nicht klar ist,warum diese Warnung geschehen und ob dem Ambassador zu trauen sei, daß er es gut meine, so wird dennoch,weil aus dem Verhalten der papistischen Orte zu entnehmen ist, daß etwas Böses im Schilde geführt werde,die Sache in den Abschied genommen, um sich auf künftigem Tage zu Baden weiter darüber zu bespreche»-Inzwischen soll Bern in'sgeheim in Lucern sich erkundigen, was an der Sache sei. t'. Ein Anzug des Ge-sandten von Glarus über die Roth, in welcher das Landvolk und besonders die Hanptlcute wegen der säumige»französische» Zahlungen sich befinden, und seine Bitte um gebührende Verwendung, dainit de» guten Leute»,welche so redlich gedient haben und dabei um Hab und Gut gekommen seien, geholfen werde, auf daß dasLandvolk von der Annahme anderer angetragener Bündnisse abgehalten werde, wird in den Abschied genommen-

Ungeachtet vor zwei Jahren der Tauschhandel um Biel durch die zwölf Orte ratificirt worden ist, wurdedoch seither weder die Übergabe gemacht noch das Geschäft zu einem endlichen Austrug geführt. Da nun dievon Biel nicht wissen, woran sie sind, und dieser Verzug viele Unordnnng hervorbringt, so bitten sie dringend,man möchte ihnen gegenüber Bern und, wenn »öthig, auch gegenüber dem Bischof behülflich sein und eine»Tag ansezen, c mit sie die beschwerlichen Punkte erläutern können und dieses Werk endlich zu einem Schlüssegelange.

Zu I». „Disen artikel in Glarnerabschcid nit stellen vnd Appenzell vss ein sondern dopen machen." (Er fehlt auch wirklich imGlarner Exemplar.