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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
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675
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December 1K03.

K75

K2I.

Conferenz der evangelischen Orte.

Aara«. 2V. Wecemver (19. alt. Kal.).

Staatsarchiv Ziirich! Ablchi-ddd. ist, S. 402.

Gesandte: Zürich. Konrad Großman», Bürgermeister; Hans Escher, Sekelmeister und des Raths.Bern. Albrecht Mannel, Schultheiß; Marqnard Zehender, des Raths. Glarus. Michael Bäldi, Land-smann. Basel. Jakob Götz; Sebastian Beck, beide des Raths. Schaffhausen. Georg Mäder, Bürger-meister; I)r. Heinrich Schwartz, des Raths. Appenzell A.-Rh. Sebastian Thöring, Landamniann.

^ Es wird gemeldet, daß der Herzog von Savoyen ungeachtet des erst dieses Jahr mit Genf abge-schlossenen Friedens nicht nur sein Kriegsvolk in dessen Nähe verstärke, sondern auch andere Vorbereitungeneinem Überfall treffe; ferner, daßoben bp Apentzell" und am Rhein die Österreicher und Andere sich ebcn-^lls rüsten und den Unterthanen anbefohlen werde, sich mit Büchsen und Wehren gefaßt zu machen. Wie-^°hl nun zu hoffen ist, daß dem Widerpart seine Anschläge nicht gerade nach seinem Sinn aussallen, sondernnoch viele Hindernisse eintreten werden, und besonders, daß der allmächtige Gott die bösen Anschläge zer-slvren werde, wenn man durch Gebet und Buße sich dessen würdig macht, so soll man nichtsdestoweniger wach-M sein. Deßhalb hat Bern in seinen wälschcn Landen eine offene Musterung angeordnet und die Häuser""d Mze an den Kränzen, sowie die Stadt selbst gegen einen plözlichen Überfall sicher gestellt. Es wird nunMlgeinein anerkannt, daß Bern daran wohlgcthan habe. Sollte aber wider Erwarten das eine oder andereZugegriffen werden, so ist man einstimmig entschlossen, ans geschehene Mahnung Alles in Treue zu leisten,die Bünde vorschreiben und was redlichen Eidgenossen gebührt. Daneben will man nochmals ein nach-ukliches Schreiben an den Herzog erlassen und von ihm Antwort begehren auf das Schreiben, welches die9 Schiedorte ab der lezten badischen Tagleistnng an ihn erlassen haben. Davon soll auch Solothurn, weilauch darin begriffen ist, und Appenzell Inner-Rhoden Mittheilung gemacht werden, in Erwartung, siewerden dazu stimmen. Dieses Schreiben soll mit einem Begleitschreiben nach Genf zu WeiterbeförderungMl den Herzog oder Zurüksendung, falls es das nicht für angemessen erachtet, geschikt werden. Würde vom' ^og eine abschlägige oder keine Antwort erfolge», so hätte man dann bessern Anlaß, beim König von Frank-"mch sieh zu beklagen und ihn (dein nicht wenig daran gelegen sein muß, daß Genf nicht in savoyische oder^ "lsche Hände komme) zu bitten, durch seinen Einfluß den Herzog zu ermahnen, Genf in Ruhe zu lassen.

' Bern berichtet, wie gefährlich es im Wallis stehe, so daß eslychtlich ein böß blutbad hätte werden mögen^ Km, theil schon vff der bann geweßen", wenn nicht die Gnade Gottes das noch zu rechter Zeit abgewendetk' Wenn die vom Landrath gestellten Artikel, die nächster Tage wieder vorgebracht werden sollen, beschlossenM>d iu treten würden, welchem aber die Evangelischen sich widersezen werden, so würde es bald zum Angriffeunen! daher frage Bern, ob es, wenn es von den Evangelischen angernfen würde, ihnen beistehen solle. Da aberc/ ^uchc von sehr großer Wichtigkeit ist und man darauf zu antworten keine Instructionen hat, wird sie in den Ab-i'ed genommen. Inzwischen soll Bern nochmals ein ernstliches Schreiben an den Bischof und Landrath im Wallisliehen lassen, um sie vor Gewaltthätigkeitcn zu warnen und zu freundlicher Vereinbarung mit ihren Mitlandlenten^ ^Mahnen, damit nicht etwa das an ihren Gränzcn liegende fremde Volk Veranlassung habe, in ihr Land zu fallen,erdieß soll Bern untersuchen, ob Wallis in dem vor'Jahren mit den Orten aufgerichteten Landfrieden der