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December 1590.
müthig beschlossen, an den Grafen von Mümpelgard zn schreiben, er möge einstweilen in Betreff der HerrschaftValendis keine Neuerungen vornehmen, sondern seine vorhabende Retraktion des Kaufs bis zur bald Z»erwartenden Freilassung der Herzogin verschieben, denn gegenwärtig sei es derselben immöglich, ihre NechtstitebBriefe und Rechnungen und die Personen, die in dieser Sache gehandelt haben, zusammenzubringen; er »Wauch keine Feindseligkeiten beginnen, damit die Herzogin nicht genöthigt werde, ihre Vcrburgrcchteten um H»^und Beistand anzurufen, denn dieselben würden ihr gemäß Verträgen die Hand bieten. In Betreff deS ander»Punktes des Vortrages der neuenburgischcn Gesandten, nämlich wessen sich die Herzogin zu den IV Städ^»zu versehen hätte, im Fall der Graf von Mümpelgard gewaltsam Besiz von der Herrschaft Valendis neh>»^sollte, wird geantwortet, daß die IV Städte stets den Tractaten und Burgrcchten geinäß sich verhalten werde»'I». Da der Graf von Mümpelgard den Meier von Locle sammt drei andern Meiern zu sich berufe» ^und man nicht weiß, was unter dieser Citation verborgen ist, so wird dem Landvogt zu Neuenburg aufgetrag^das Schloß Valendis mit zuverlässigen Männern wohl zu verwahren. Die Unterthanen der HerrschtValendis wollen Beschwerde führen über ein durch den Landvogt zu Neuenbürg erlassenes Münzmandat. ^sie sich aber nicht zuerst an den Landvogt, als ihren ordentlichen Obern, gewendet haben, werden si» ^gewiesen.
Im Original dieses wie des nächstfolgenden Abschieds heiszt der erste Berner Gesandte irrig Hans Rudolf statt Abra?von Grafenried.
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IttR.
Münzconfcrenz.
Solothurn. 1590, 18. Peremver.
Kanton»archlv Solothnrn. Abschied»». 70.
Gesandte: Bern. Abraham von Grafcnricd, Schultheiß; Hieronymus von Erlach, des isiaFreiburg. Johann von Lanten, genannt Heid, Ritter, Schultheiß. Solothurn. Urs Sury, Sch»^^Stefan Schwaller, alt-Schultheiß; Wolfgang Degenscher, Sekclmeister. Im Namen der Frau HerZ»gvon Longueville. Peter Wallier, Landvogt; Peter Chambrier, Einnehmer; Daniel Hory, Staatssecr»Bischof u nd Landschaft Wallis. (Entschuldigt.) ^
Den der Münzordnnng wegen versammelten Gesandten der drei Städte Bern, Frciburg und Sol»^^geht eine Zuschrift ein von Bischof und Landschaft Wallis, in welcher sie ihr Ausbleiben entschuldigenMittheilung des Abschiedes begehren. Nach Verlesung des Münzabschieds zu Frciburg vom 3. lezthin >»der Handel, weil der In dieser Sache besonders erfahrene Hauptmann Jrmi von Basel noch nicht eingct»^ist, bis zu seiner Ankunft eingestellt und werden inzwischen die Müuzmeister von Bern und Neuenbürgihr Gutachten angefragt. Da hierauf die traurige Nachricht eingeht, daß Hauptmann Jrmi dieser ^gestorben sei, und man demnach der Hoffnung bezüglich des Silberkaufes beraubt ist, so kann jezt ^Münzschazung nicht vorgeschritten werden und wird die Sache eingestellt, um in Erfahrung zu bringe»'^Jrmi vielleicht Consorten gehabt habe, die zum Silberkanf verhelfen könnten. — Inzwischen wird ein»Unterredung in Freiburg gleichförmige Taxirung der groben Münzen vorgenommen, nämlich:
Sonnenkrone um 30 eidgenössische Bazen .... 90 Groß oder Sols in wälscherPistolet- und kaiserliche Goldkronen um 28 Bazen . . 84 „ „ „ „ "
Silberkronen um 25 Bazen 75 „ „ „ „